Vergib uns unsere Schuld von Hera Lind

Hera Lind Vergib uns unsere Schuld

Carina Kramer ist dreifache Mutter, als sie mit Ende dreißig Witwe wird. Sie sucht Trost in der Kirche und begegnet Pater Raphael von Ahrenberg, der seit über zwanzig Jahren im benachbarten Kloster lebt. Der geweihte Priester hat sich mit Leib und Seele dem Zölibat verpflichtet. Doch Carina bringt alles ins Wanken. Sie ist stark, bodenständig, zugleich zärtlich und einfühlsam. Die gemeinsame Liebe ist geprägt von heimlichen Treffen, gefolgt von umso schmerzhafteren Trennungen. Denn die Kirche lässt Raphael nicht ziehen. Von einem klärenden Gespräch mit dem Bischof kehrt er nicht zurück. Carina steht vergebens am Bahnhof. Und es kommt noch schlimmer: Sie ist schwanger. Werden ihre Widersacher trennen, was Gott zusammengeführt hat?

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: mirabellaparadise

    Eine dreifache Mutter, seit kurzem verwitwet, verliebt sich Hals über Kopf in den katholischen Geistlichen, Pater Raphael. Als er ihre Gefühle erwidert, beginnt zunächst ein Versteckspiel mit ständiger Angst vor Entdeckung. Enorme psychische Belastungen kommen auf beide Protagonisten zu: Der Pater wird von Vorgesetzten, Glaubensbrüdern und seiner Mutter streng kontrolliert, manipuliert und unter Druck gesetzt. Beim Verlassen des Ordens ist er praktisch mittellos und hat keine sozialen Kontakte mehr. Gehirnwäschen durch o.g. Personenkreis sorgen dafür, dass er mehrmals die mittlerweile schwangere Carina im Stich lässt und wochenlang an unbekannten, von der Kirche festgelegten, Orten untertaucht. Carina muss unter schlimmen Anfeindungen ihrer Kirchengemeinde leiden: Sie wird als Hexe und Verführerin beschimpft und darf nur in der letzten Bankreihe an Gottesdiensten teilnehmen. Während ihrer Schwangerschaft kann sie sich nicht auf Raphaels Zusagen verlassen. Weiterhin werden ihre Kinder aus der 1. Ehe vom DDR-Staat in „Sippenhaft“ genommen. Die Aussicht auf ein Studium wird ihnen verwehrt. Mit VERGIB UNS UNSERE SCHULD schickt die Autorin die Leserschaft auf eine faszinierende Reise durch die Seelenlandschaft eines ungewöhnlichen Paares, welches um die Liebe kämpft. Gleichzeitig sensibilisiert LIND für das Thema des ungelösten Problems ZÖLIBAT. Wie lange will und kann die katholische Kirche hier eine Reform herausschieben? Der Tatsachenroman spielt in den Jahren 1981-1991, zunächst in der ehemaligen DDR und wird aus der Perspektive von Carina erzählt.
  • Von: Cornelia Rothkirch

    Gerade habe ich das Buch ausgelesen und immer wieder in den Händen hin und her gedreht! Es hat mich so gefesselt. Ich habe es in zwei Tagen verschlungen! Was für eine Geschichte! So schön und traurig zugleich! Wie traurig, dass die Protagonistin so zeitig verstorben ist. Das hat mich sehr traurig gestimmt! Eine unglaublich starke Frau! Und ein so feinfühliger Mann! Ein Buch der Extraklasse! Herzlichen Dank dafür! Ich bin noch ganz in dieser Geschichte verwoben! Eben weil sie einer wahren Begebenheit entspringt! DANKE
  • Von: Ann-Marie

    Ich war auch so gefesselt von diesem Buch und konnte gar nicht aufhören zu Lesen.Super geschrieben und spannend.War auch vor der Wende schon in der DDR.Hane dadurch einen kleinen Eindruck von dieser schrecklichen Zeit.Danke
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