Welt der Wunder von Aimee Nezhukumatathil

Aimee Nezhukumatathil Welt der Wunder

»Ohne Zweifel das schönste Buch des Jahres« – New York Times

In ihrer Jugend nannte Aimee Nezhukumatathil viele Orte ihr Zuhause: das Gelände einer psychiatrischen Anstalt in Kansas, wo ihre philippinische Mutter als Ärztin tätig war; der offene Himmel und die hohen Berge von Arizona, wo sie mit ihrem indischstämmigen Vater wanderte; und die kühleren Gefilde im Westen von New York und Ohio. Aber ganz gleich, wohin sie durch die vielen Umzüge ihrer Familie verpflanzt wurde – ganz gleich, wie neu, befremdlich oder sogar unangenehm der Ort oder die Landschaft war –, sie konnte sich immer an die wilden und lustigen Kreaturen unserer Welt wenden, um sich zu erden. In einer fantastischen Mischung aus Nature Writing und Memoir erzählt Aimee Nezhukumatathil von der Liebe zur Natur, von Unterstützung durch Pflanzen und Tiere in Zeiten großer Ungewissheit – und von der Kraft der Imagination.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Claudia

    Ich bin ein großer Fan von sogenannten "Nature Writing" Büchern. So habe ich mich mit großer Freude in die Essays von Aimee Nezhukumatathil, die sich in dem Band „Welt der Wunder“ vereinen, vertieft. Die feinfühligen Naturbeobachtungen gemischt mit autobiografischen Erinnerungen der Autorin sind etwas ganz besonderes. Aimee wächst mit ihrer Schwester in den 1970er Jahren in West Kansas als Mädchen of Color heran. Der Vater kommt aus Südindien, die Mutter von den Philippinen, der Alltag wird früh durch Rassismus geprägt. Aimee zieht sich zurück in die Natur, erkundet, liest und reist durch die Welt. Ihre Eindrücke schildert sie in einer bilderreichen fast schon zärtlichen Sprache, und bringt damit ihre Liebe und ihren Respekt für die Natur und allen Lebewesen zum Ausdruck. Ihre eigene Biografie fließt mit ein in die Geschichten, was einen zuweilen schmunzeln und staunen lässt. So interessiert sie sich besonders für den Titanenwurz, jene Pflanze, die in botanischen Gärten für endlose Warteschlangen sorgt, weil jeder einen Blick auf die seltene Blüte, verbunden mit einem unsäglichen Geruch, erhaschen möchte. Über dieses Interesse erzählt Aimee gerne bei ihren Verabredungen während ihrer Zeit als Single, um die möglichen Verehrer zu testen. Und sie findet ihn, den Einzigen, der bei der Erwähnung für ihre außergewöhnliche Vorliebe, nicht erblasst und die Flucht ergreift. Bis heute sind sie glücklich verheiratet. Vampirtintenfische, Tanzfrösche, indische Hutaffen - und weitere ungewöhnliche Tiere und Pflanzen finden sich in diesem wunderschön von Fumi Nakamura illustrierten Essay-Band. „Welt der Wunder“ ist für mich ein wahrer Schatz - es läßt einen genauer hinsehen auf die Schönheit der Natur, die uns auch im alltäglichen begegnet. Sehr berührt hat mich auch das Nachwort der Übersetzerin Anna von Rath, dass nochmal ganz deutlich zeigt, was für eine wichtige und wertvolle Arbeit Übersetzer*innen leisten.
  • Von: sven_weidners_world

    🌺 Um was geht‘s? Als Kind musste die Autorin, bedingt durch die Berufe ihrer Eltern, oft umziehen. Und auch als Erwachsene hält es sie nie lange an einem Ort. Doch wo immer sie sich auch gerade aufhält, immer spürt sie eine gewisse Verbundenheit mit der Natur, der Flora und Fauna. In kurzen Essays und Geschichten verbindet die Autorin persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Verhalten und Wesen von Tieren und Pflanzen. Sie erzählt vom Tropetenbaum (Catalpa), der ihr Schutz bietet, von der Mimose, die Berührungen scheut, von ihren Unterhaltungen mit Vögeln und vom Aufeinandertreffen mit einem Walhai, um nur eine Auswahl zu nennen. Mal philosophisch, mal mit einem Augenzwinkern, dann wieder unverblümt und fast anklagend, ruft uns die Autorin ins Bewusstsein, dass uns die Natur so viel mehr gibt, als wir ihr jemals zurückgeben können. 🌺 Mein Fazit: Ein tolles Buch! Schon als ich die wundervollen Illustrationen von Fumi Nakamura gesehen habe, wusste ich, ich muss das Buch haben. Und mit ihren kurzen Essays und Geschichten hat Aimee Nezhukumatathil bei mir ins Schwarze getroffen. Natürlich habe ich das Buch fast in einem Rutsch gelesen. Ich empfehle jedoch, sich das Buch einzuteilen. Vielleicht einen Essay bzw. eine Geschichte pro Tag, so hat man fast einen ganzen Monat etwas davon. Aber was sag ich, das Buch ist zum immer wieder lesen und reinschmökern bestens geeignet. Übersetzt wurde es von Anna von Rath, die ein wichtiges Nachwort verfasst hat. Sie klärt den Leser auch darüber auf, dass das Buch dem Genre ‚nature writing‘ zuzuordnen ist, für welches es (noch) kein deutsches Pendant gibt. 🌺 Für wen ist das Buch etwas? Ihr mögt Natur und Umwelt? Ihr mögt tolle (persönliche) Geschichten mit philosophischen Anklängen? Dann ist das euer Buch.
  • Von: YukBook

    Jeder von uns hat Dinge, die uns in schwierigen Zeiten Kraft und Trost spenden. Bei Aimee Nezhukumatathil sind es exotische Pflanzen und Tiere, die sie uns in diesem Buch einzeln vorstellt. Von Catalpas, Tanzfröschen oder Vampirtintenfischen hatte ich bisher noch nie gehört, doch dank der plastischen Beschreibungen und farbigen Illustrationen konnte ich sie mir bildhaft vorstellen. Zärtlich und melancholisch vermittelt sie uns ihre Bewunderung für die außergewöhnlichen Kreaturen, was sie an ihnen schätzt und was sie von ihnen lernen konnte, um sich in einer Welt voller Anfeindungen zu behaupten. Die vielen Umzüge und Diskriminierung machten der Autorin mit philippinischen und indischen Wurzeln das Leben nicht leicht. Sehr bewegt haben mich ihre Erinnerungen an eine Malaufgabe, in der sie gezwungen wurde, ihre Identität zu verleugnen. Schmerzhafte Erinnerungen dieser Art, aber auch schöne Kindheitserlebnisse verknüpft sie mit biologischem Wissen über Kaktuszaunkönige, Pfauen oder Walhaie. Diese interessante Mischung verpackt in lyrischer Sprache machen ihre Essays zu etwas Besonderem.