Sein Name war Annabel von Kathleen Winter

Kathleen Winter Sein Name war Annabel

Croydon Harbour, ein verschlafener kleiner Ort an der Küste Labradors, 1968. Die Aufbruch- und Proteststimmung der Zeit ist nicht bis in diese abgelegene Gegend vorgedrungen, als ein freudig erwartetes Baby zur Welt kommt. Doch dieses Kind ist anders: nicht ganz Junge und auch nicht ganz Mädchen. Die Eltern – in erster Linie jedoch der Vater – entscheiden, es als Jungen aufwachsen zu lassen. Aber das männliche Rollenbild, verhaftet in alten Traditionen und bestimmt durch Jagen und Fischen, bleibt dem Jungen fremd. Und er sucht einen Weg, um zu sich selbst zu finden und selbstbestimmt leben zu können. Zur Seite steht ihm dabei eine gute Freundin der Eltern, die um sein Geheimnis weiß.

Jetzt bestellen

€ 22.00 [D] inkl. MwSt. | € 22.70 [A] | CHF 30.50 * (* empf. VK-Preis)

Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Lines Books

    Leider musste ich feststellen dass dieses Buch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Was ich persönlich wirklich schade finde, denn es ist ein wahrer Pageturner der mich emotional gesehen echt umgehauen hat. Daher bekommt es von mir natürlich eine klare Leseempfehlung! Fazit: Mit „Sein Name war Annabel" gelingt Kathleen Winter ein intensiver, emotionaler und bewegender Roman der mich restlos begeistert hat. Authentische Charaktere, ein einnehmender Schreibstil und eine bewegende Handlung überzeugten mich auf ganzer Linie!
  • Von: Books.Tea.Avocado

    Sein Name war Annabel von Kathleen Winter. Dieses Buch hat mich tief bewegt! Es ist das Jahr 1968 in einem kleinen Ort in Labrador, als der kleine Wayne zur Welt kommt. Aber Wayne ist nicht wie alle anderen. Wayne hat alles, was Jungs haben…aber auch alles, was Mädchen haben. Er ist ein echter Hermaphrodit, wird dies jedoch sehr sehr lange Zeit nicht wissen. Denn seine Eltern beschließen, ihn als Jungen aufwachsen zu lassen. Was das für innere Konflikte bei den Eltern auslöst, wie viel unausgesprochen bleibt, welche Last sich über die Beziehung legt….aber auch wie Wayne sich in seinem Körper fühlt, welche Gedanken er hat und wie er schon immer insgeheim spürt, er ist anders…und am Ende auch, was Freundschaft bedeutet, was es heißt, zu reden, ehrlich zu sein, zu akzeptieren und das Besondere schätzen zu wissen. Über all das erzählt dieses großartige Buch! Ein Thema, mit dem ich mich bisher wenig beschäftigt habe, wurde für mich plötzlich total greifbar und ich musste mich fragen: Leben wir jetzt, über 50 Jahre später, in einer Welt, die Wayne bzw Annabel Akzeptanz entgegen bringen würde? Leider bin ich mir da nicht so sicher und ist das nicht traurig? Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen! Einziges Manko: Ich hätte mir gerne noch mehr Einblicke in Waynes Gefühlswelt gewünscht und auch in den späteren Werdegang. Und natürlich kamen für mich viele Fragen zum Hermaphroditismus auf, die mir Anreiz zur Recherche gegeben haben. Ein spannendes Thema sehr emotional und fantastisch auf 448 Seiten verpackt!
  • Von: Gackelchen

    Labrador, Kanada 1968: Ein Kind wird geboren, ein Junge und Mädchen zugleich. Auf Anraten des Arztes und dem Wunsch des Vaters nachgebend wird es als Junge großgezogen. Wayne wächst behütet, wenn auch in Sorge den Erwartungen seines Vaters gerecht zu werden, unwissend seiner Intersexualität auf. Doch als Teenager kommt das Geheimnis ans Licht. . "Immer wenn sie sich vorstellte, dass ihr Kind ohne das Eingreifen einer wertenden Welt aufwuchs, ergänzten sich in dieser Vorstellung seine männliche und seine weibliche Hälfte und entwickelten geheime, beinahe magische Kräfte." . Kathleen Winter's preisnominierter Roman, welcher im Original 2010 erschien, verbindet hier eine atmosphärische Beschreibung der kanadischen Tundra mit dem finden und akzeptieren von sich selbst. Während die ersten 2 Drittel des Buch für mich volle 5 Sterne sind, haben mich die medizinischen Fantastereien zum Ende hin dann enttäuscht. Winter beginnt mit hervorragenden Charakterstudien, bringt einem das Leben in einem kanadischen Dorf der 70-80er Jahre und Wayne's wundern näher, nur um sich dann in medizinischen Blödsinn zu verwickeln. Es ist nur ein Punkt in der ganzen Handlung des Buches, daher versuche ich es zu ignorieren, es ist aber als Schockelement gedacht und bleibt präsent. Ich frage mich einfach warum das nötig war. Treadway, Wayne's Vater war ein figurliches Highlight für mich. Von den medizinischen Ungereimtheiten aber mal abgesehen war ich sehr angetan von der Sprache, den Figuren und dem Setting. Ich werde definitiv noch mehr von der Autorin lesen. . "Wayne war starr, und das Mädchen, das in ihm gefangen war, war kalt. Er wusste nicht, wie er den erstarrten Mann auftauen konnte."
Mehr laden