Wäre da doch jemand, der mich hört! von Thomas Weiß

Thomas Weiß Wäre da doch jemand, der mich hört!

Hilfe für alle, die in schwierigen Situationen nicht mehr weiterwissen

Wo ist Gott, wenn es im Leben so richtig schlecht läuft? Als Seelsorger hat Thomas Weiß oft versucht, mit betroffenen Menschen Antworten auf diese Frage zu finden. Als ihn selbst die Not trifft und eine Krankheit sein Leben bedroht, wird ihm, was er gesagt und sich zurechtgelegt hat, schal. Gott rückt ihm fern. Findet er in seiner Angst noch Gehör bei dem, auf den er bisher vertraut hat? Er zweifelt, aber er will diesen Gott nicht loslassen.

Die Meditationen, Gedichte, kleinen Geschichten und Essays dieses Buches sind Zeugnisse dieses Ringens. Sie zeigen: In der Angst kann gerade der Zweifel an der Nähe Gottes die Art des Glaubens sein, die durch die Not hindurchträgt. Ein Buch, das den schweren Fragen des Lebens nicht ausweicht und gerade darum tröstet und hilft.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Michael Albus

    Thomas Weiß ist kein unbeschriebenes Blatt. Er hat viele gute und bemerkenswerte Bücher geschrieben. Es lohnt sich, ihn genauer kennen zu lernen. Seine Gedichte vor allem haben einen unverwechselbar originellen Ton. Er ist ein Seel-Sorger. Evangelischer Theologe. Und war lange Zeit seiner beruflichen Laufbahn evangelischer Pfarrer. Kennt sich sehr gut aus an der „Basis“. Weiß, was die Menschen von heute umtreibt. Und versucht Antworten zu geben, die nicht von des Gedankens Blässe angekränkelt sind, die auf gelebten und durchlebten Erfahrungen beruhen. In seinem jüngsten Buch „Wäre da doch jemand , der mich hört, Wege durch Zeiten des Leids“ gibt er eine Probe davon. Er war sehr schwer erkrankt und rang mit dem Tode. Lange Zeit war nicht klar, ob er überleben würde. Er hat es geschafft. Und berichtet in seinem Buch über die Gedanken, Gefühle und Erfahrungen in den „Zeiten des Leids“. Wieder besticht die Klarheit und Unverschnörkeltheit seiner Sprache. Ihre Konkretheit. Sein Suche nach Gott hat längst Abschied genommen von wohlfeilen Gottesbildern und geschraubten Gottessätzen. Er stellt sich, um mit Meister Eckhard zu sprechen, „nackt dem nackten Gott“. Spürt seine Grenzen. Und anerkennt sie. Immer im Gestrüpp der Schmerzen. Immer den Tod nah vor Augen. Zuweilen hat es mir beim Lesen den Atem verschlagen. Vergingen mir Hören und Sehen. Aber am Ende verspürte ich so etwas wie Trost, wie Tröstung im Leiden, im Meer der Schmerzen. Darin liegt die Stärke dieses Erfahrungsberichts: Es ist ehrlich bis auf die Spitze, ehrlich bis auf den Ab-Grund. Gibt sich nicht mit billigen Antworten zufrieden. Schweigt , bleibt wortkarg, wo es nichts oder kaum mehr etwas zu sagen gibt. Es bleibt auch der Zweifel. Thomas Weiß im O-Ton: „Glaube und Zweifel gehören zusammen wie zwei Partner, wie zwei Liebende, die nicht voneinander lassen können, in deren Innigkeit der eine ohne den anderen nicht sein kann. Sie tanzen miteinander, doch es nicht ausgemacht, wer von beiden führt – sie wechseln sich ständig und überraschend ab“.
  • Von: Belana Hermine

    Inhalt Thomas Weiß ist Seelsorger. Wenn Menschen ihn bisher gefragt haben, wo Gott ist, wenn sie in Not sind oder Leid ertragen müssen, konnte er diesen Menschen hilfreiche Antworten geben. Als er jedoch selbst durch eine Krankheit eine äußerst schwierige Zeit durchstehen muss, helfen ihm seine eigenen Worte nicht weiter. Er zaudert und zagt, will Gott aber nicht loslassen, sondern sucht ihn und sucht Antworten auf seine Fragen. So findet er einen schweigsamen, einen fragwürdigen, einen befremdlichen, einen verwunderlichen, einen verschatteten, einen verwegenen, einen versehrten, einen vermenschlichten, einen unbrauchbaren, einen verliebten und einen ersehnten Gott, den er in jeweils einen Kapitel vorstellt. Jedes Kapitel leitet Herr Weiß durch ein Gedicht ein. Am Ende des Buches finden sich 15 Seiten Anmerkungen mit weiterführenden Lesehinweisen. Subjektive Eindrücke Dieses Buch hat für mich viele Facetten. Einerseits ist es der schwere Weg, den Herrn Weiß gehen musste, den man bis zu einem gewissen Grade nach- bzw. mitvollziehen kann. Andererseits sind es auch die vielen suchenden Fragen, die sich Herr Weiß stellt, zu denen er zwar Antworten findet, diese aber nicht den Eindruck von Abgeschlossenheit vermitteln. Sie ermöglichen die eigene Auseinandersetzung mit diesen Fragen und auch, dass man ganz eigene Antworten dazu findet, die nicht zwangsläufig mit Gott verbunden sein müssen. Letztlich sind es zwar in diesem Buch Glaubensfragen, denen nachgegangen wird, aber sie stellen sich so oder in sehr ähnlicher Form jedem von uns. Deswegen finde ich es auch sehr richtig, dass im Titel nicht von der Suche nach Gott gesprochen wird, sondern er eher auf die Suche nach (Ver-)Bindung hinweist. Fazit Sehr viel Stoff zum Nachdenken.