Eine kurze Geschichte der Menschheit von Yuval Noah Harari

Yuval Noah Harari Eine kurze Geschichte der Menschheit

Der Mensch: Krone der Schöpfung oder Schrecken des Ökosystems?

Wie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?

Vor 100 000 Jahren war Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Und die Menschheit steht jetzt an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, welchen Weg sie von hier aus gehen will.

Jetzt bestellen

€ 14.99 [D] inkl. MwSt. | € 15.50 [A] | CHF 21.90 * (* empf. VK-Preis)

Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Sam Feuerstein

    Was genau hat den Menschen zum Herrscher über den Planeten gemacht? Sicherlich ist es nicht seine körperliche Kraft und Schnelligkeit. Ganz im Gegenteil. Menschen sind verletzbar und aufgeschmissen. Nach unserer Geburt brauchen wir Jahre der engmaschigen Pflege, bis wir einigermaßen für uns selbst sorgen können und selbst dann sind wir komplett auf uns alleingestellt nicht wirklich lebensfähig... Zumindest nicht, wenn man uns auf einer einsamen Insel aussetzen würde. Doch die Menschheit hat kognitive und gruppendynamische Besonderheiten, die uns so erfolgreich gemacht haben. Wir sind zum Beispiel richtig gut darin in großen Gruppen koordiniert zusammenzuarbeiten und das kann uns kein anderes Lebewesen auf diesem Planeten nachmachen. Mit unserer Effizienz haben wir aber auch die ein oder andere Katastrophe auf dem Gewissen. Und das schon lange bevor der menschengemachte Klimawandel ein Thema wurde. Harari geht sehr gut verständlich darauf ein, in welchen Etappen sich die menschliche Entwicklung vollzogen hat. Er erklärt unseren Einfluss auf das Ökosystem und wie wir uns schon in der frühen Geschichte schnell unser eigenes Gefängnis geschaffen haben. Insgesamt ein Buch, das ich jedem interessierten Laien empfehlen möchte. Für Menschen mit einem akademischen Hintergrund in Frühgeschichte oder Anthropologie gibt es sicher nichts Neues, doch das liegt bei populärwissenschaftlichen Büchern leider in der Natur der Sache.
  • Von: Vanessa´s Bibliothek

    Ich find dieses Buch echt interessant. Klar kann ich die Kritikpunkte verstehen, dass das Buch nur oberflächlich die Themen ankratzt, aber was verlangt man? Wenn solch ein Buch ins Detail gehen soll, müsste das Buch 4000 Seiten oder mehr haben. Deswegen auch "kurze Geschichte", was auch kritisiert wird, denn es ist nicht historisch, sondern in meinen Augen eher anthropologisch. Ich persönlich finde Anthropologie aber auch sehr interessant und spannend. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, was bei Sachbüchern auch nicht immer der Fall. Deswegen kann man das Buch auch so gut weglesen. Daher finde ich es auch nicht schlimm, dass er mit wenigen Fachbegriffen hantiert. Das Buch ist halt nichts traditionelles und sticht damit aus der Reihe. Aber Geschmäcker sind ja verschieden, dem einen kann man es recht machen, dem anderen nicht. Daher meine Empfehlung: Einfach sich selbst ein Bild machen und lesen.
  • Von: Bücherträumerin

    Tatsächlich ist "Eine kurze Geschichte der Menschheit" kein Buch, was man mal eben so Weglesen kann. Es ist ein Sachbuch, welches ein wenig komplexer aufgebaut ist, aber dennoch sehr gut verständlich war. In diesem Buch beschreibt der Autor die "Geschichte der Menschheit" und auf knapp 500 Seiten wird der Leser auf eine Zeitreise mitgenommen. Angefangen bei der Entwicklung des homo sapiens, hinüber zu verschiedene "Revolutionen", wie der Autor es öfters aufgreift, bis hin zur heutigen Zeit. Dabei geht er detailliert, auf die einzelnen "Epochen" der menschlichen Evolution ein und man erhält einen übersichtlichen Blick auf verschiedene soziologische Abläufe. Sei es der Anfang der agrarischen Revolution oder der kognitiven. Es wird sehr anschaulich und auch ein wenig humorvoll dargestellt wie sich unsere heutige Gesellschaft entwickelt hat.
Mehr laden