Mohnblumentod von Lina Bengtsdotter

Lina Bengtsdotter Mohnblumentod

Ein leerer Kinderwagen. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Jede Spur eine Sackgasse.

In Karlstad wird ein neun Monate altes Baby entführt. Das reiche Elternpaar steht unter Schock, die Medien berichten sensationsheischend über die vergebliche Suche. Eine Lösegeldforderung bleibt aus, vielversprechende Spuren verlaufen im Sand – doch dann erhält die brillante Stockholmer Kommissarin Charlie Lager einen Hinweis, der alles verändert: Der Fall scheint mit ihrer eigenen Familie und ihrer Vergangenheit verknüpft, die sie für immer begraben wollte. Mit jeder Stunde, die verstreicht, werden die Chancen geringer, das junge Leben zu retten. Charlie ist gezwungen, sich nicht nur um Beatrice‘ willen bis an ihre Grenzen zu treiben – sondern auch aus Angst um sich selbst.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Manuela Hahn

    Mohnblumentod, ist der dritte Teil der Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager, den ersten Löwenzahnkinder habe ich gelesen, sehr gern gelesen, der zweite Band Hagenbuttenblut, ist in der Flut der Neuerscheinungen, leider an mir vorbeigegangen. Ich kann aber sagen, das trotz einiger Andeutungen auf die früheren Bände, Mohnblumentod auch alleinstehend gelesen werden kann. Charlie hat ihre Probleme immer noch nicht überwunden und noch immer versucht sie die Probleme im Alkohol zu ertränken und ihre Einsamkeit mit wechselnden Männerbekanntschaften zu betäuben, das das nicht die Lösung sein kann, scheint sie noch nicht ganz zu realisieren. Trotz all ihrer Probleme konzetriert sie sich vollständig auf den neusten Fall der sie zurück in ihre Heimatregion rund um Gullspång In Karlsbad einer Kleinstadt in der Nähe verschwindet die 9 Monate alte Beatrice von der Terasse ihrer Eltern, es gibt keinerlei Hinweise auf ein mögliches Motive und auch Lösegeldforderungen bleiben aus. Nach und nach decken Charlie und ihr neuer Kollege Greger Risse in Beatrice scheinbar so perfekten Familie auf, doch liefern diese die Erklärung für das Verschwinden des Kindes? In einem weiteren Erzählstrang lernen wir Sara kennen, die von ihrer Tante nach dem Tod ihres alkoholkranken Vaters in Rödminnet, einem Heim für schwierige Teenager Mädchen untergebracht wird. Lange bleibt unklar welche Rolle Sara und ihre neugewonnene Freundin Lo und auch Rödminnet, in dem früher eine Irrenanstalt untergebracht war, in Charlies Leben spielen und welcher Zusammenhang mit dem Verschwinden des Babys besteht. Erst nach und kommen Charlie und Greger den Geheimnissen der Vergangenheit auf die Spur, was ihnen allerdings ohne die Hilfe Saras, die Charlie von früher kennt, nicht gelungen wäre. Ein ungewöhnlicher Ansatz, aber sehr spannend und auch zwingend notwendig um alle Fäden aufzunehmen und zu verknüpfen.
  • Von: Natascha Bläß

    Mohnblumentod ist der dritte Teil der Krimireihe um die Ermittlerin Charlie Lager und man sollte unbedingt zuerst die ersten zwei Teile lesen. Ich habe das leider falsch gemacht, kam aber dennoch gut in die Geschichte rein. Es gibt in diesem Band aber natürlich ein paar spoiler für die ersten Bände. In Karlstadt wird ein 9 Monate altes Mädchen von der Terasse der Eltern entführt und alle Spuren führen ins Leere. Die Eltern sind gut situiert, ihre Ehe jedoch zerrüttet und die Mutter hat eine schwere Kindheit hinter sich. Auch sie gerät unter Verdacht. Schließlich findet die Ermittlerin Hinweise darauf, dass die Eltern mehr verschweigen als zunächst angenommen. Der Fall war spannend und ich fand es interessant, dass es zwei Erzählebenen gab, die sich irgendwann verbunden haben. Charlie als Figur fand ich ebenfalls faszinierend. Sie leidet unter einem Kindheitstrauma, hat ihren Alkoholkonsum nicht im Griff und muss gegen eine Angststörung kämpfen. Allerdings bereitet es mir Unbehagen, wenn Ermittler_innen mit so vielen psychischen Problemen zu kämpfen haben. Ich denke dann immer, es wäre verantwortungsvoll eine Therapie zu machen und erst dann wieder eine Tätigkeit auszuüben, bei der man so extrem gefordert wird. Dieses immer weiter kämpfen obwohl man mental am Boden ist, sollte wirklich nicht glorifiziert oder auch nur als normal dargestellt werden. Wie seht ihr das? Ich hoffe Charlie entscheidet sich für eine Therapie. . Lina Bengtsdotter verarbeitet in den Romanen eigene Kindheitserinnerungen. Sie wuchs in dem kleinen schwedischen Ort Gullspang auf, der in allen Romanen eine Rolle spielt. Im Nachbarort verschwand damals ein Mädchen. Das hat sie sehr geprägt. . Ich habe "Mohnblumentod" gern gelesen. Der Stil ist zugänglich, die Figuren manchmal etwas plakativ.Die Auflösung fand ich interessant. Manchmal hätte ich mir gewünscht, die Atmosphäre des Ortes noch besser nachempfinden zu können. Welche Art von Krimis mögt ihr?.Oder sind sie gar nicht euer Fall?
  • Von: Juliane / iamjane.de

    Ich liebe die Thriller von Lina Bengtsdotter und habe beide innerhalb von wenigen Tagen verschlungen. Deshalb freute ich mich auch so sehr, als ich endlich “Mohnblumentod” in den Händen hielt. Der dritte Fall von Charlie Lager gefiel mir noch ein Stück besser als die ersten beiden. Ich war so schnell gefangen in den Verzweigungen rund um das Verschwinden der kleinen Beatrice und war gleichzeitig komplett auf dem Holzweg, was die Aufklärung betraf. Charlie ist eine so wunderbare, vielschichtige und gleichzeitig undurchschaubare Protagonistin. Ich finde ihren Zwiespalt zwischen “reizvoller Frau” und “komplettem Wrack mit Alkoholproblem” sooo interessant. Wir lernen ein paar neue Details aus ihrer schrägen Vergangenheit, und gleichzeitig erleben wir Charlie in einer Situation, die selbst die abgebrühte Ermittlerin aus der Bahn wirft. Gern hätte ich davon noch mehr gelesen und hoffe auf weitere Details im nächsten Band. Vor allem interessiert mich, wie ihre Mutter zu der Person geworden ist, die sie war. Wie schon in den Vorgänger-Fällen geht es um das Verschwinden einer weiblichen Person. Diesmal ist sie erst knapp neun Monate alt und wurde samt ihrem Kinderwagen entführt. Das macht den ganzen Fall natürlich noch dramatischer. Ein hilfloses Baby. Entweder Beziehungstat oder Erpressung der Eltern. Bei beidem herrscht ein enormer Zeitdruck und gerade das sorgte für ein ordentliches Tempo im gesamten Buch. Zunächst passiert nicht viel, es gibt keine klaren Hinweise und trotzdem ist es spannend. Gleichzeitig lesen wir aus zwei anderen Perspektiven, einmal aus der Sicht der Person, die Beatrice entführt hat (leider immer nur seeehr kurze Absätze) und dann aus der Sicht von Sara, die einen Zusammenhang mit Charlie hat. Wie alles zusammenpasst erfährt man erst später. Was ich sehr daran mochte war, dass mir nie klar war, ob es etwas mit Charlies Vergangenheit zu tun hatte oder mit Beatrice’ Verschwinden. Das Setting in Schweden ist prädestiniert für einen Krimi. Dunkel, abgelegen, viele Wälder, tiefe Seen. Dann die alten Gemäuer, verlassene Orte. Zugezogene Menschen, deren Hintergrund man nicht kennt. Menschen, die schon ewig dort leben und die seltsamsten Vergangenheiten haben. Der Showdown des Thrillers ist nichts für schwache Nerven. Ich war fast schon schockiert über das plötzliche Ende – und auch dass es so ausging, wie es ausging. Es ist schon ziemlich dramatisch, und darauf sollte man sich einstellen, wenn zu diesem Buch greift. Für mich passt es gut ins Gesamtkonzept und ich bin ein noch größerer Fan von Charlie Lager geworden. Ich freue mich schon auf viele weitere Romane, die hoffentlich nicht lang auf sich warten lassen. Fazit: “Mohnblumentod” ist der bisher beste Band aus der Reihe rund um Charlie Lager! Ich war von Anfang an voll gefangen in dem Fall rund das mysteriöse Verschwinden des Babys. Bis zum Schluss kam ich den eigentlichen Geschehnissen nicht auf die Schliche und war von dem doch ziemlich krassen Ende platt. Diese schrägen Figuren… jeder hat sein düsteres Geheimnis – und das inmitten der schwedischen Pampa. Lina Bengtsdotter hat eine so atmosphärische Welt geschaffen. Zudem gab es neue Häppchen aus Charlies Vergangenheit und wir lernten sie wieder ein Stück näher kennen. Ein toller Mix, der genau das bot, was ich an Krimis mag.
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