Jeder schreibt für sich allein von Anatol Regnier

Anatol Regnier Jeder schreibt für sich allein

War es möglich, als Schriftsteller im nationalsozialistischen Deutschland integer zu bleiben?

Dieses Buch handelt von Schriftstellern im nationalsozialistischen Deutschland, ihrem Spagat zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität unter den Bedingungen der Diktatur. Opportunisten und Konjunkturritter sind dabei, aber auch Autoren, die nur ihrer Arbeit nachgehen wollten und versuchten, moralisch sauber zu bleiben. Mit leichter Hand verknüpft Anatol Regnier die Biografien von Hans Fallada und Erich Kästner, Agnes Miegel und Ina Seidel, Gottfried Benn, Hanns Johst und Will Vesper. Es sind Geschichten von überraschender Widersprüchlichkeit, die das gesamte Spektrum menschlichen Verhaltens im Dritten Reich abbilden.

Neu in der Taschenbuchausgabe: Mit einem Nachwort von Michael Krüger.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: mitkaffeeundkafka

    Der Titel dieses Buchs ist eine Anspielung an den bekannten Roman von Hans Fallada „Jeder stirbt für sich allein“. Fallada blieb wie viele andere SchriftstellerInnen und Kulturschaffende während des Nationalsozialismus in Deutschland. Auch Erich Kästner und Gottfried Benn sind geblieben und befanden sich in einem Zwiespalt zwischen künstlerischer Freiheit und Anpassung an die Bedingungen des Dritten Reichs. Anatol Regnier verknüpft in seinem Buch „Jeder schreibt für sich allein“ anhand von Publikationen, Tagebüchern und Briefen die vielen Schicksale und lässt eine beeindruckende Geschichte entstehen. Was bedeutete es, im Nationalsozialismus Schriftsteller zu sein? Welche Auswirkungen hatte die Machtergreifung Hitlers 1933? Wie frei waren die SchriftstellerInnen in ihrem Schaffen? Regnier geht diesen Fragen nach und entdeckt dabei nicht nur Widerstand sondern eben auch Widersprüchlichkeiten und Verrat. Für viele SchriftstellerInnen war es eine Gratwanderung zwischen Richtig und Falsch, Gut und Böse – mit verheerenden Auswirkungen, nicht nur auf ihr künstlerisches Sein sondern auf ihr Leben. Regnier hat ein beeindruckendes und wichtiges Buch geschrieben, welches sich fast schon wie einen Roman lesen lässt. Teilweise waren ein paar Kapitel für mich etwas langatmig. LiebhaberInnen deutscher Literatur und Geschichte kommen hier aber definitiv auf ihre Kosten.