Welt der Wunder von Aimee Nezhukumatathil

Aimee Nezhukumatathil Welt der Wunder

»Ohne Zweifel das schönste Buch des Jahres« – New York Times

In ihrer Jugend nannte Aimee Nezhukumatathil viele Orte ihr Zuhause: das Gelände einer psychiatrischen Anstalt in Kansas, wo ihre philippinische Mutter als Ärztin tätig war; der offene Himmel und die hohen Berge von Arizona, wo sie mit ihrem indischstämmigen Vater wanderte; und die kühleren Gefilde im Westen von New York und Ohio. Aber ganz gleich, wohin sie durch die vielen Umzüge ihrer Familie verpflanzt wurde – ganz gleich, wie neu, befremdlich oder sogar unangenehm der Ort oder die Landschaft war –, sie konnte sich immer an die wilden und lustigen Kreaturen unserer Welt wenden, um sich zu erden. In einer fantastischen Mischung aus Nature Writing und Memoir erzählt Aimee Nezhukumatathil von der Liebe zur Natur, von Unterstützung durch Pflanzen und Tiere in Zeiten großer Ungewissheit – und von der Kraft der Imagination.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Mehtap

    Aimee erzählt in diesem Buch ihre persönlichen Memoiren und verbindet diese mit den Wundern der Welt, die sie als kleines Kinder geprägt haben. Dabei wird sie sehr persönlich und verbindet die Tierwelt auch immer mit einem kleinen Trauma. Sie, selbst Tochter von einer philipinischen Mutter und einem indischen Vater, hatte immer mit einer Identitätskrise zu kämpfen. Zeitgleich erzählt sie dann aber auch über Begegnungen mit der Tierwelt. Von Glühwürmchen, bestimmte Vogelarten bis Walhaie sind alles dabei.
  • Von: Verena

    „Mit Wundern ist es so: Du brauchst ein bisschen Geduld und musst dich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort begeben. Voraussetzung dafür ist, dass wir neugierig genug bleiben, um ohne die kleinen Ablenkungen des Alltags auszukommen. Nur so können wir die Welt finden.“ So ein tolles Buch, bei dem ich viel lernen durfte über verschiedenste kleine Wunder der Natur und auch über das Leben der Autorin Aimee Nezhukumatathil. Sie ist Professorin für Anglistik und kreatives Schreiben und wurde bereits vielfach für ihre schriftstellerische Arbeit ausgezeichnet. Die Tochter einer philippinischen Mutter und eines indischstämmigen Vaters kam schon als Kind viel herum, da ihre Eltern und später auch sie selbst aus beruflichen Gründen oft umzogen. Alltägliche Situationen ihres Familienlebens, aber auch Rassismuserfahrungen bringt sie den Leser:innen durch Metaphern nahe und stellt gleichzeitig ein außergewöhnliches Lebewesen oder Pflanzen vor. (Meine Lieblingsentdeckung ist das Axolotl.) Als Autorin, die sich mit Nature Writing beschäftigt, kann sie auch die Thematik des Klimawandels und der grundsätzlichen Zukunft unseres Planeten natürlich nicht außer Acht lassen. Obwohl viel „Erklärung“ in diesem Sachbuch steckt, kam es mir nie wie eine Lehrstunde vor, eher als würde ich ihr beim Erzählen einer Anekdote lauschen. Ganz wunderschön sind auch die Illustrationen von Fumi Nakamura, die sich durch das ganze Buch ziehen. Spannend fand ich auch das Nachwort der Übersetzerin Anne von Rath, die Einblicke gewährt in ihre Arbeit.
  • Von: Claudia

    Ich bin ein großer Fan von sogenannten "Nature Writing" Büchern. So habe ich mich mit großer Freude in die Essays von Aimee Nezhukumatathil, die sich in dem Band „Welt der Wunder“ vereinen, vertieft. Die feinfühligen Naturbeobachtungen gemischt mit autobiografischen Erinnerungen der Autorin sind etwas ganz besonderes. Aimee wächst mit ihrer Schwester in den 1970er Jahren in West Kansas als Mädchen of Color heran. Der Vater kommt aus Südindien, die Mutter von den Philippinen, der Alltag wird früh durch Rassismus geprägt. Aimee zieht sich zurück in die Natur, erkundet, liest und reist durch die Welt. Ihre Eindrücke schildert sie in einer bilderreichen fast schon zärtlichen Sprache, und bringt damit ihre Liebe und ihren Respekt für die Natur und allen Lebewesen zum Ausdruck. Ihre eigene Biografie fließt mit ein in die Geschichten, was einen zuweilen schmunzeln und staunen lässt. So interessiert sie sich besonders für den Titanenwurz, jene Pflanze, die in botanischen Gärten für endlose Warteschlangen sorgt, weil jeder einen Blick auf die seltene Blüte, verbunden mit einem unsäglichen Geruch, erhaschen möchte. Über dieses Interesse erzählt Aimee gerne bei ihren Verabredungen während ihrer Zeit als Single, um die möglichen Verehrer zu testen. Und sie findet ihn, den Einzigen, der bei der Erwähnung für ihre außergewöhnliche Vorliebe, nicht erblasst und die Flucht ergreift. Bis heute sind sie glücklich verheiratet. Vampirtintenfische, Tanzfrösche, indische Hutaffen - und weitere ungewöhnliche Tiere und Pflanzen finden sich in diesem wunderschön von Fumi Nakamura illustrierten Essay-Band. „Welt der Wunder“ ist für mich ein wahrer Schatz - es läßt einen genauer hinsehen auf die Schönheit der Natur, die uns auch im alltäglichen begegnet. Sehr berührt hat mich auch das Nachwort der Übersetzerin Anna von Rath, dass nochmal ganz deutlich zeigt, was für eine wichtige und wertvolle Arbeit Übersetzer*innen leisten.
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