Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen von Caren Benedikt

Caren Benedikt Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen

Ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Varieté in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt.

Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendetwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie –, aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken …

Die Grand-Hotel-Trilogie:

Das Grand Hotel. Die nach den Sternen greifen.

Das Grand Hotel. Die mit dem Feuer spielen.

Das Grand Hotel. Die der Brandung trotzen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Giselas Lesehimmel

    Meine Meinung: Unheimlich spannend und anders als erwartet Das Cover hat mich dieses Buch blind kaufen lassen. Es zeigt das Travel Charme Kurhaus in Binz, auf meiner Liebingsinsel Rügen. Lange lag es nun auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher. Bei meinem letzten Aufenthalt in Binz im September durfte ich die Autorin bei einer Lesung erleben. Genau in diesem prächtigen Hotel. In der Geschichte ist es das Grandhotel. Wer hier nur auf eine entspannte Urlaubsgeschichte hofft, wird enttäuscht werden. Vielmehr handelt es sich in diesem Roman um einen Krimi mit Urlaubsflair. Die Charaktere sind sehr speziell und kommen oftmals sehr widersprüchlich daher. Rügen und Berlin, 1924. Bernadette von Plesow stellt in dieser Geschichte einen sehr starken Charakter dar. Ich weiß wirklich nicht, was ich von dieser Frau halten soll. Einerseits ist sie sehr einfühlsam, anderseits stellenweise ziemlich skrupellos. Durch ihre Kompromisslosigkeit und ihrem Fleiß ist das Grandhotel die Nummer eins auf der Insel. Ihr Sohn Constantin ist für mich ein Mensch, bei dem irgendwas total schief gelaufen ist. Ich war oftmals sehr entsetzt, ob der Brutalität dieses Mannes. Doch auch er hat eine sehr sensible Seite. Besonders dann, wenn es um seine Famile geht. In Berlin führt er erfolgreich das Hotel Astor. Nicht minder erfolgreich führt er ein verruchtes Varieté, bei dem sich politische Größen und Geschäftsleute gerne amüsieren. Weder die Tänzerinnen, noch die Mädchen für gewisse Stunden, haben bei Constantin etwas zu lachen. Alexander ist ein besonnener junger Mann. Bernadette überlässt ihm bereits größtenteils die Führung des Hotels. Jedoch muss jede Aktion und Geldausgabe mit ihr besprochen werden. Alexanders Frau kommt sehr unsympathisch und zickig rüber. Dann hätten wir da noch Tochter Josephine. Meine Güte, hat die mich genervt. Ihre künstlerische Ader ruht Anfangs. Sie malt längere Zeit kein Bild. Denkt ihn Berlin bei ihrem Bruder hätte sie wieder mehr Motivation. Hinter jedem Kompliment wittert sie Kritik. Die Erlaubnis ihrer Mutter nach Berlin zu gehen, wertet sie auch wieder negativ. Obwohl sie genau das wollte. Egal wie positiv eine Situation ist, sie findet ein Haar in der Suppe. Mit dem Zimmermädchen Marie pflegt sie eine innige Freundschaft. Die beiden jungen Frauen vertrauen sich alles an. Doch irgendwas scheint mit Marie passiert zu sein. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ich hatte beim Lesen das Rauschen der Ostsee in den Ohren und die Uferpromenade stets vor Augen. Bin den Steg entlang gegangen. Habe mit Marie gelitten. Was Marie betrifft, konnte Bernadette voll bei mir punkten. Sie hat der jungen Frau viel geholfen. Maries Selbstbewusstsein gestärkt. Dennoch muss ich gestehen, dass mir der Wandel mit Marie zu schnell ging. Aus einem verhuschten Zimmermädchen kann doch nicht innerhalb so kurzer Zeit eine selbstbewusste Frau werden. Oder doch? Hat die Stärke bereits in Marie geschlummert und musste nur noch geweckt werden? Es gibt ein Geheimnis, welches Bernadette Probleme bereiten könnte. Wie sich Bernadette gegenüber ihrer eigenen Familie in der Vergangenheit verhalten hatte, fand ich mehr wie gefühllos. Sie ist eine Frau mit zwei sehr gegensätzlichen Seiten. Eine Frau, die ihren Mann unter mysteriösen Umständen verloren hat. Ein Sohn hat den Krieg nicht überlebt. Josephine wächst am Ende über sich selbst hinaus. So viel Charakterstärke hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Auch Bernadette zeigt immer mehr Gefühle. Ist sich bewusst, dass sie vor schrecklichen Dingen die Augen verschlossen hatte. Ich bin sehr gespannt, wie sich Bernadette in den Folgebänden verhalten wird. Alexander blieb etwas blass für meinen Geschmack. Von allen anderen Protas hatte ich ein genaues Bild vor Augen. Besonders Constantin. Ich bin total gespannt, was ich mit ihm noch erleben werde. So sollte und darf es wirklich nicht weitergehen. Ich habe den Eindruck gewonnen, Bernadette sieht das genauso. Ich bin wirklich gespannt! Fazit: Abwechselnd habe ich Binz und Berlin in den 20ern erlebt. Der flüssige und detaillierte Schreibstil hat mir den Wechsel leicht gemacht. Ein grandioser Auftakt zu einer Trilogie, die ich sehr gerne weiter verfolge. Trotz ein paar Schwächen von mir eine absolute Empfehlung. Ein guter Tipp am Rande: Haltet die Folgebände bereit! Danke Caren Benedikt. Ich habe die Geschichte um das Grandhotel sehr genossen.
  • Von: Sandy55

    Der Schreibstil von Caren Benedikt gefällt mir sehr gut. Der Roman lässt sich sehr flüssig lesen und ist leicht verständlich. Durch die unterschiedlichen Perspektiven und Wendungen der Personen/Geschehnisse bleibt das Buch durchgehend spannend und interessant. Man kann den Roman nicht aus der Hand legen, weil man Seite zu Seite getragen/getrieben wird. Die unterschiedlichen Hauptpersonen werden ausführlich beschrieben. Ihre jeweiligen Entwicklungen werden anschaulich und zum Miterleben beschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzen Während des Lesens konnte ich mich sehr gut in das Jahr 1924 hineinversetzen. Die Autorin beschreibt die Lebensweise, die Einstellung der einzelnen Akteure atmosphärisch sehr gut, sodass ich durchgehend das Gefühl hatte diese Zeit mitzuerleben. Die Handlungsorte sind sehr gut beschrieben und man kann sich diese bildhaft vorstellen und in diese hineinversetzen. Liebhaber von Familien- und Generationenromanen werden ihre Freude an diesem Roman haben. Ich kann das Buch unbedingt weiter empfehlen und freue mich schon auf den Folgeband. War dieser Kommentar für Sie hilfreich? janein
  • Von: Gartenfee

    Kurzbeschreibung: Ein junges Mädchen lässt seine Vergangenheit und Familie hinter sich und heiratet einen Mann, mit dem sie später ein Hotel auf Binz aufbaut. Nach dem Prolog wird sofort einige Jahrzehnte weitergesprungen (1923), aus dem jungen Mädchen ist eine Witwe mit drei erwachsenen Kindern geworden. Ein Sohn ist der Geschäftsführer ihres Hotels, der andere hat ein eigenes Hotel in Berlin und die Tochter war auf der Pariser Kunstschule und lebt bei der Mutter im Hotel ohne irgendeine Aufgabe. Da sie sich nicht so recht aufraffen kann, als Malerin tätig zu werden, geht sie nach Berlin zu ihrem Bruder, der ihr ein Atelier in seinem Hotel einrichtet. Über Schutzgelderpressungen, Morde, Liebe, Unglück und auch ein klein wenig Glück wird in diesem Buch erzählt und man erfährt so nach und nach etwas über die Charaktere. Es bleibt zwar alles ohne große Spannung, aber hat mir trotzdem gut gefallen. Das Ende war so, dass es auch wirklich zu Ende sein könnte, mit der Option, trotzdem noch Folgebände zu schreiben.
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