Das Haus der Seidenblüten von Liz Trenow

Liz Trenow Das Haus der Seidenblüten

Eine talentierte junge Frau, ein einzigartiger Seidenstoff und eine geheime Liebe in dramatischen Zeiten

England 1760. Das Leben der jungen Anna Butterfield ändert sich grundlegend, als sie vom idyllischen Suffolk zur Familie ihres Onkels nach London zieht. Kurz nach ihrer Ankunft begegnet sie dem französischen Seidenweber Henri und wird hineingezogen in die faszinierende Welt des Seidenhandels. Henri arbeitet an seinem Meisterstück, während Anna sich danach sehnt, Künstlerin zu werden, anstatt einen reichen Anwalt zu heiraten wie von ihrer Familie gewünscht. Henri erkennt, dass Annas Blütenzeichnungen ihnen beiden die Chance auf Unabhängigkeit schenken könnten. Doch sein Leben als Einwanderer wird täglich gefährlicher, bis die dramatischen Zeiten ihn und Anna für immer auseinanderzureißen drohen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Leser44

    „Das Haus der Seidenblüten“ nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt uns die Entstehung einer unkonventionellen Liebe hautnah miterleben. Während ich anfangs die Handlung als leichte Liebeslektüre mit Wohlfühleffekt empfunden habe, hat sich der letzte Teil des Buches als spannend und dramatisch entpuppt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Die Kapitel werden abwechselnd aus Annas und Henris Perspektive erzählt. Besonders gefallen haben mir die Zitate am Anfang jedes Kapitels zu den „Umgangsformen der feinen Dame“ und aus dem „Handbuch für Lehrjungen und Gesellen", da sie aus heutiger Sicht etwas amüsant sind. Die Protagonistin Anna ist sehr sympathisch und es fiel mir leicht mich in sie hineinzuversetzen. Henri gegenüber war ich erst etwas skeptisch, doch durch seinen guten Charakter und seine bewegende Lebensgeschichte konnte ich auch ihn ins Herz schließen. Während ich anfangs dazu tendiert habe diesem Roman 4 Sterne zu vergeben, konnte mich das dramatische, emotionale und zugleich schöne Ende von einer 5 Sterne-Bewertung überzeugen. Der Epilog war das i-Tüpfelchen! Die zeitliche Epoche in der der Roman spielt war mir recht fremd. Dennoch konnte ich mir die Handlung gut im Kopf vorstellen. Mein Interesse für diese Zeit ist auf jeden Fall geweckt. Fazit: Eine unkonventionelle Liebe mit Hindernissen! Berührende Schicksale! Das bewegende und schöne Ende macht diesen Roman zu einem 5 Sterne-Buch!
  • Von: Ikopiko

    Die Geschichte ist nicht neu: Bescheidenes Mädchen im 18. Jahrhundert soll reich verheiratet werden, verliebt sich aber nicht standesgemäß… Trotzdem hat mich der Roman gut unterhalten. Anna ist eine nette junge Dame, die sich dem Standesdünkel nicht unterwirft. Trotz guter Abstammung ist sie in eher einfachen Verhältnissen aufgewachsen und fühlt sich dadurch den Menschen unterhalb ihres Standes nicht überlegen. Ihr gutes Selbstbewusstsein lässt sie diese Meinung auch nach außen tragen, sehr zum Missfallen ihrer reichen Verwandtschaft. Das gefällt mir an ihr. Man könnte erwarten, einiges über die damalige Seidenweberei zu erfahren, aber es ist tatsächlich ein rein historischer Liebesroman. Er hat mir leichte Unterhaltung während der Weihnachtszeit beschert.
  • Von: schnäppchenjägerin

    1760 zieht Anna Butterfield nach dem Tod ihrer Mutter vom ländlichen Suffolk nach London zur Familie ihres Onkels, dem Tuchhändler Joseph Sadler. Die 18-Jährige soll dort von der Tante in die Gesellschaft eingeführt werden. Schon bei ihrer Ankunft begegnet sie dem Seidenweber Henri Vendôme, der ihr Hilfe leistet, als sie im Getümmel ohnmächtig wird. Henri ist französischer Einwanderer, der sich aufgrund seines Talents hochgearbeitet hat, inzwischen Geselle ist und gerade an seinem Meisterstück arbeitet. Sie gehören damit unterschiedlicher gesellschaftlicher Schichten an, weshalb es zunächst zu keinem weiteren Kontakt kommt. Anna langweilt sich im Haus des Onkels, indem sie sich eingesperrt fühlt. Zuhause in Suffolk hat sie es geliebt, im Garten zu sitzen und Blumen zu zeichnen, was ihr nun in der Stadt, in der sie sich nicht allein bewegen darf, verwehrt ist. Als Dienstmädchen verkleidet und mit der Rückendeckung ihrer Cousine schleicht sie sich vom Anwesen der Sadlers und geht auf den Markt, wo sie die Gelegenheit bekommt, Blumen zu malen. Als Henri dort auf ihre Zeichnung aufmerksam wird, bittet er Anna um Erlaubnis diese als Vorlage für sein Meisterstück zu verwenden. Anna kommt dadurch ihrerseits auf die Idee, weitere Webvorlagen für Seidentücher anzufertigen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Anna bzw. Henri geschrieben und werden jeweils mit einem Zitat aus historischer Literatur, "Über die Umgangsformen der feinen Damen" bzw. dem "Handbuch für Lehrjungen und Gesellen oder wie man zu Ansehen und Reichtum gelangt" eingeführt, was dem Buch einen schönen Rahmen gibt und den Leser in die Verhältnisse des 18. Jahrhunderts versetzt. Neben der eigentlichen Geschichte um die gesellschaftlichen Zwänge für junge Damen der damaligen Zeit und der aufkeimende Liebe zwischen Anna und Henri sowie die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, werden auch die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in London 1760 sowie alles rund um die Anfertigung und den Vertrieb von Seide anschaulich dargestellt. Der Roman handelt von den unterschiedlichen sozialen Ständen und der Vorbehalte der Londoner Bevölkerung gegenüber den französischen Einwanderern, den Hugenotten, die in protestantische Gebiete flüchten mussten. Anna ist eine mitunter etwas überhebliche junge Frau, die sich ihrer Tante und Cousine gegenüber geistig überlegen fühlt, da sie sich im Gegensatz zu ihren weiblichen Verwandten nicht für Tanz, Mode und den Heiratsmarkt, sondern für Kunst, Literatur und Politik interessiert. Die Liebesgeschichte entwickelt sich wie die beruflichen Ambitionen der Protagonisten gemächlich. Bei den zarten Begegnungen mit "Schmetterlingen im Bauch" war allerdings keine Leidenschaft zu spüren und blieb eher im Hintergrund. Der Roman stellt das Zeitgeschehen in London um 1760 informativ nach und wird dabei auch durch historische Persönlichkeiten angereichert, hat aber bis auf den letzten Abschnitt wenig Höhen und Tiefen. Die Handlung plätschert nett vor sich, kann aber nicht mitreißen, so dass man das Buch unweigerlich immer wieder zur Seite legt. "Das Haus der Seidenblüten" ist mit dem historischen Hintergrund authentisch und nett geschrieben, aber eben auch etwas fade.
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