Das Haus der vergessenen Kinder von Clara Frey

Clara Frey Das Haus der vergessenen Kinder

Sie waren Feinde – bis sie sich verliebten. Doch ihre Liebe könnte nicht nur sie das Leben kosten.

Frankreich 1940. Als Antoine Mardieu in die Vichy-Regierung berufen und in den kleinen Ort Izieu versetzt wird, weiß er noch nicht, dass dies sein Leben grundlegend verändern wird. Denn dort lernt er Marguérite kennen, die im Kinderheim von Izieu arbeitet, und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Als er erfährt, dass sie eine aus Deutschland geflohene Jüdin ist, muss er seine bisherigen Ideale überdenken. Er erkennt, wie sehr er sich von seinen Vorgesetzten hat blenden lassen – doch kommt sein Sinneswandel noch rechtzeitig?
Gegenwart. Bei einem Segelkurs am Bodensee begegnen sich die Lehrerin Valerie und der französische Historiker Rick, der dort die Wahrheit über seinen verschollenen Großvater herausfinden will. Obwohl Valerie in festen Händen ist, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Es scheint jedoch eine Verbindung zwischen ihren beiden Familien zu geben, die den beiden Liebenden Jahrzehnte später zum Verhängnis werden könnte ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Seite 101

    Als ich mal wieder in meinen alten Bücherkisten gekramt hatte, fiel mir ein Buch mit dem Titel „Das Haus der vergessenen Kinder“ in die Hände. Bei Recherchen fand ich das Buch von Clara Frey mit genau dem selben Titel. Nur war es kein Gruselroman, sondern, wie durch ein Wunder genau das, was ich im Moment wirklich liebe. Die Vergangenheit, die Gegenwart und ein gemeinsames Ende. Es versteht sich von selbst, dass ich dieses Buch erwerben musste. Eine Reise in die Vergangenheit Rick macht sich mit seiner Großtante Adéle auf den Weg zum Bodensee. Adéle wünscht sich nichts sehnlicher als etwas über ihren im 2. Weltkrieg verschollenen Bruder herauszufinden. Dort trifft Rick auf Segelschullehrerin Valerie, mit der er sich von Anfang an verbunden fühlt. Bei den Recherchen trifft Rick auf einen Namen, der auch für Valerie eine Bedeutung zu haben scheint. Aber wie kann das sein und warum hat Valerie ein Medallion mit dem Foto seiner Großtante Adéle? Das Buch wird sowohl aus der Sicht von Rick erzählt als auch allwissend von Valerie. Immer wieder wird in die Vergangenheit gezappt. Die Vergangenheit führt den Leser nach Frankreich. Antoines Brüder sind in Kriegsgefangenschaft geraten. Um ihnen zu helfen verbündet er sich mit dem Feind. Er tritt der Vichy-Regierung bei und hofft, dass das seinen Brüdern weiterhilft. Während seines Dienstes trifft er auf Maguerite. Er verliebt sich in sie, obwohl sie zu den ausgemachten Feinden gehört. Sie ist Jüdin und auf der Flucht. Erstmal zurechtfinden Die Geschichte in der Gegenwart ist gut strukturiert und wirklich spannend gestaltet. Auch die Ereignisse in der Vergangenheit werden spannend voran getrieben. Jedoch brauchte ich ein wenig, die Ereignisse in der Vergangenheit zu sortieren, da zwischen den Jahren 1940, 1943 und 1944 hin- und hergesprungen wird. Nichts desto trotz entwickelt sich die Story stetig spannend, es kommt zu Wendungen, die man nicht vorherseht und die Charaktere handeln nachvollziehbar. Ich mag die Beziehung, die sich zwischen Rick und Valerie entspinnt, sehr. Aber auch Protagonisten Mageurite und Antoine nehmen einen sofort ein und man beginnt mit ihnen zu leiden. Oft geschieht es jedoch, dass Details, die in der Gegenwart herausgefunden werden, einfach in der Vergangenheit ausführlicher beleuchtet werden. Ab und zu kann man dann doch vorhersehen, was kommt, da die Vergangenheit eben nicht chronologisch abgehandelt wird. Lebendig Ich bekam mit „Das Haus der verlorenen Kinder“ einen durchweg spannenden und fesselnden Roman. Ich habe mit den Protagonisten gelacht, geliebt und geweint. Die Vergangenheit wurde sehr lebendig geschildert und das verhalf mir, mit den Protagonisten mitzuleiden. Auch wenn ich beim großen Finale dachte, ja nee, natürlich ist das jetzt genau so, liebe ich Geschichte sehr. Wer auf historische Gegenwartsliteratur steht, der sollte sich Clara Freys Werk nicht entgehen lassen- 5 von 5 Eselsöhrchen von mir.
  • Von: Buch_zeit

    Heute zeigen wir Euch die deutsche Autorin Clara Frey mit dem Roman „Das Haus der vergessenen Kinder“, der dieses Jahr im Mai erschienen ist und seitdem auf meinem Nachtschränkchen auf mich gewartet hat. Vielen Dank @bloggerportal und @blanvalet.verlag für diesen Exkurs in die deutsche Geschichte. 1940 meldet sich Antoine Mardieu freiwillig um der Vichy Regierung zu dienen und hofft so ein gutes Wort für seine Brüder, die in Kriegsgefangenschaft sind, einzulegen. Relativ schnell wird er in den kleinen Bergort Izieu versetzt. Dort kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung mit Marguérite, die in dem dort ansässigen Kinderheim lebt und arbeitet. Wie es der Zufall so möchte, verlieben die zwei sich unsterblich ineinander und als Antoine erfährt, dass Marguérite eigentlich Margret aus Deutschland ist und noch dazu Jüdin, komm er in einen Gewissenskonflikt. Für welche Werte steht er? Und hat eine Liebe in dieser Zeit und diesen Umständen Bestand? 2021 reist der Historiker Rick mit seiner Großtante Adele an den Bodensee um mehr über seinen im Zweiten Weltkrieg verschollenen Großvater zu erfahren. Dort meldet er sich in seiner Freizeit auch für einen Segelkurs an und macht der charmanten Segellehrerin Valerie schöne Augen. Obwohl Valerie vergeben ist, verlieben die zwei sich unsterblich ineinander und das Glück scheint perfekt, bis Rick immer weiter in den Strudel der Vergangenheit eintaucht und alles was er bisher zu wissen geglaubt hat überdenken muss. Ich bin ein großer Fan von Büchern die einen Teil deutscher Geschichte beleuchten und mir weitere bislang unbekannte Details liefern. So grausam dieser Teil auch war, habe ich mein Wissen über den Schlächter von Izieu und die Thematik der Flüchtlingskinder aus Deutschland nach Frankreich vertieft. Auch die Rolle des Bodensees und besonders der Insel Mainau im Dritten Reich war mir nicht bewusst. Am Ende erhält der Leser noch separat Details zum Wahrheitsgehalt der Ereignisse. Auch von der  Idee der zwei Zeitebenen und den Perspektivwechseln bin ich immer begeistert. Dadurch habe ich das Gefühl für das Thema den Bezug ins „heute“ besser hin zu bekommen und tiefer in die Psyche der Protagonisten einzutauchen. Frey hat in dem Roman durch die Konflikte der Protagonisten eine Welt aufgezeigt, in der es nicht nur schwarz und weiß gibt. Ob Gut oder Böse lässt sich nicht so leicht bestimmen. Man bekommt einen Einblick in die Abgründe der Seelen der Protagonisten und versteht auch den Antihelden Antoine. Die Schuldfrage kann nicht immer eindeutig geklärt werden. Teilweise waren mir die Wendungen etwas zu krass, aber insgesamt ein gelungener Roman!
  • Von: Sarahs bunte Welt

    Die Idee ist sicherlich ganz nett, aber es braucht mehr als eine gute Idee. Mit blassen Charakteren, vielen Klischees und leider mangelnder Spannung, war das Buch leider so gar nicht meins.