Die Blütentöchter von Joël Tan

Joël Tan Die Blütentöchter

Vom Schicksal getrennt, durch Blüten auf ewig verbunden ...

Heilbronn, 1333. Die Drillingsmädchen des Hauses Laemmlin spalten seit jeher die Gemüter. Während manche in ihnen ein Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit erkennen, zeigen andere offen ihren Argwohn. Es ist das Glück der drei, dass sie dem Stadtadel angehören. Doch als ein Bußprediger die Stadt betritt, ist selbst ihr Stand nutzlos. Denn der prophezeit: Die Drillinge bringen Unheil! Kurz darauf wird Heilbronn von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Gejagt und voneinander getrennt, bleibt jede Schwester im Glauben, die anderen seien tot. Dann aber entdeckt eine von ihnen Fragmente der heimlichen gemeinsamen Blütenkunst …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: miss_lia48

    INHALT: Heilbronn, 1333: Einzelne Einwohner hegten schon immer Misstrauen gegenüber den Laemmlin-Töchtern, die sich als Drillinge rein äußerlich zum Verwechseln ähnlich sehen. “Ungewöhnliches erzeugt nun mal Unbehagen.“ So sieht manch einer das Böse in den Schwestern oder glaubt an Zauberei. Eines Tages taucht der Bußprediger Alardus auf und verkündet auf dem Marktplatz, dass großes Unheil auf die Stadt zukommen wird. Er nennt dabei einen Namen: Den der Familie Laemmlin! Als daraufhin auch noch ein schreckliches Hochwasser Heilbronn heimsucht, sind die Menschen nicht mehr zu bremsen und wollen die Schwestern ein für alle Mal aufhalten! Die Drillinge müssen um ihr Leben fliehen und werden dabei voneinander getrennt. Es scheint keine Spur von den jeweils anderen zu geben, bis eines Tages Blüten-Muster auftauchen, die einst die Laemmlin-Töchter entworfen haben... MEINUNG: Zugegebenermaßen lese ich selten bis nie Historische Romane, die vor dem 19. Jahrhundert spielen. Doch manchmal möchte man etwas Neues ausprobieren und diese Geschichte hat sich dafür für mich sehr gut geeignet! So war die Sprache für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, vor allem die vielen Namen und Titel der einzelnen Leute (oftmals dem Adel angehörig) waren kurz ungewohnt. Ich lernte auch einige neue Wörter & Ausdrucksweisen kennen, die man heute kaum noch oder gar nicht mehr verwendet. Manche konnte ich hinten im Glossar des Buches nachschlagen und ein paar weitere habe ich aus Interesse noch selbst recherchiert. Mit der Zeit habe ich mich sprachlich immer besser zurecht gefunden, das Geschriebene passte zum Inhalt & der damaligen Zeit, und es kam mir irgendwann überhaupt nicht mehr "merkwürdig" vor, sondern ich war mitten im Geschehen. Es dauerte nicht lange und ich fieberte mit den Mädchen mit, die von ganz Heilbronn gejagt wurden. Ich bewunderte ihre Kunst, Blüten auf Stoffe zu sticken, in Holz zu schnitzen oder sie auf Pergament zu bringen. Und ich verfolgte mit großem Interesse ihre Erlebnisse auf der Flucht. Dabei wurden die Schicksale der drei Schwestern wunderbar anschaulich und verständlich mit den historischen Gegebenheiten verknüpft. Zudem haben die damalige Unterdrückung der Frauen, sowie die Art der Rechtsprechung, bei mir Eindruck hinterlassen und ich würde nicht in der damaligen Zeit leben wollen! Auch wenn einige Stellen in der Geschichte recht vorhersehbar wirken und ich mir das Ende etwas weniger ausführlich gewünscht hätte, so konnte mich das Buch wunderbar unterhalten und mir einen Ausschnitt der damaligen Zeit vor Augen führen. FAZIT: Eine Leseempfehlung für Liebhaber von Historischen Romanen & auch für "Anfänger" in dem Genre geeignet! 4/5 Sterne!
  • Von: Buecherliebe99

    Imagina, Clementia und Eilika Laemmlin sind Drillinge und gehören zum Stadtadel in Heilbronn. Ihr ganzes Leben lang begegnen Ihnen schon Menschen, die die Schwestern als schlechtes Omen und Unheil für die Stadt deuten. Als im Jahre 1333 ein Bußprediger nach Heilbronn kommt und berichtet, dass dreifaches Unheil über die Stadt kommen wird, ist die Bevölkerung sich sicher: Es liegt an den Laemmlin-Drillingen. Als dann eine Naturkatastrophe über Heilbronn hereinbricht und viele Todesopfer fordert, nimmt das Schicksal von Imagina, Clementia und Eilika seinen Lauf und es geht nur noch um Leben und Tod… Mehr möchte ich über die Geschichte gar nicht erzählen, denn es würde nur die Spannung herausnehmen. Meine Meinung zu dem Buch vorweg: Wow, es war einfach der Hammer. Wieso? Der Schreibstil von Joël Tan ist fesselnd, die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet, die Handlung war wirklich faszinierend. Historische Romane sind ja oft für ihre Längen und politische Konflike bekannt, die sich etwas ziehen können. Nicht so in „Die Blütentöchter“. Keine einzige Seite war langweilig und man möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich ist dieses Buch im Großen und Ganzen wirklich ein Highlight, auch und vor allem für Leser, die in das Genre der historischen Romane gerne einsteigen möchte. Zugegeben, ich hatte ein wenig Probleme dabei, die Schwestern anfangs auseinander zu halten, doch das legte sich nach einer Zeit wieder. Trotzdem ist „Die Blütentöchter“ von Joël Tan eine absolute Leseempfehlung für jeden. Meine Bewertung: 5/5
  • Von: Schneeflocke2013

    Zitat: "Wir haben keine Wahl." Inhalt: Die Familie Laemmlin hat vier Kinder. Einen Sohn, Götz, und drei Töchter: Eilika, Clementina und Imagina. Die Mädchen sind Drillinge was nicht für alle mit rechten Dingen zugeht. Für die Einen sind sie ein Segen. Für Andere ein Zeichen des Teufels. Sogar die eigene Familie spaltet sich was das angeht. Wer wie darüber denkt hängt stark vom Wohlwollen zur Familie ab. Heilbronn hat sich an das Bild der drei jungen, schönen Frauen gewöhnt, die dem schönsten Tag ihres Lebens entgegenfiebern. Dann kommt allerdings ein Bußprediger in die Stadt, der die Drillinge in sehr große Schwierigkeiten bringt. Und die kostet sie alles was sie besitzen und ihnen wichtig ist. Meine Meinung: Ich weiß noch nicht wie ich das Gelesene richtig in Worte fassen soll um euch zu erklären wie es mir gefiel, aber ich versuche es. Dies ist die erste Geschichte der Autorin, die ich las. Mit ihrer Art zu schreiben hat Joel Tan mich nach Heilbronn ins Mittelalter gezogen. Und was soll ich sagen: Ich bin sehr gerne dort geblieben. Die Stadt, die Kleidung, das Verhalten der Menschen, die Art zu sprechen. Das alles waren Dinge die es mir leicht gemacht haben der Geschichte zu folgen. Ich hab es es mir schwer getan das Buch aus der Hand zu legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weiter ging. Und nachdem ich fertig war habe ich noch eine Weile aus dem Fenster geguckt. In mir tobte ein Sturm den ich erst mal bändigen... sortieren musste. Die Eindrücke waren wirklich sehr stark. Was sehr stark an den unterschiedlichen Charakteren gelegen hat. Der manipulierbare, ängstliche Bußprediger Alardus und der ruhige Geistliche Christian. Die Geschwister von Ebersberg: der sehr geizige, stolze Eberhard und die verliebte, etwas verstockte Katharina. Der liebevolle Ebo, ein Tuchhändler. Dann Lando ein gewissenhafter talentierter Armbrustmacher. Und Matteo ein freundlicher, aber auch frecher Schreiber aus der Gesellschaft Kaiser Ludwig IV. und dessen Frau Margarethe I. Die Familie Laemmlin lässt sich ähnlich aufschreiben: Volmar ist nicht nur ehrgeizig, sondern für seinen guten Ruf bereit über Leichen zu gehen. Die ruhige Luitgard liebt ihre Kinder über alles und zerbricht am Verlust von ihnen. Götz ist sehr streng seiner Schwestern gegenüber und stur noch dazu. Die Drillinge Eilika, Clementina und Imagina kann ich leider noch schlechter in Worte fassen. Sie sind sich so ähnlich und doch vollkommen unterschiedlich. Was erst genau zu merken ist als die Drei getrennt sind. Gemeinsam wirken sie wie eine Einheit. Doch die Unterschiede lernt der Leser im Laufe des Buches kennen. Eine Sache vereint die Drillinge für immer: die Blütenkunst. Wo auf einmal überall diese besonderen Blüten auftauchten war wirklich Wahnsinn. Um ehrlich zu sein bin ich auch neidisch geworden. Leider kann ich nicht so fein arbeiten wie die jungen Frauen. Doch es passte fantastisch in die Zeit. Das Thema fand ich unheimlich faszinierend. Deshalb werde ich mich damit noch ein wenig auseinander setzen. Sehr gut gefiel mir auch wie der Aberglauben in der Geschichte umgesetzt wurde. 1333 ist nun mal mitten in der Zeit wo alles was seltsam ist mit dem Teufel in Verbindung gebracht wird. Das war richtig gut eingebaut und ja auch mit der Auftakt des Buches, Ich bin sehr zufrieden zurück geblieben und werde auch die anderen Bücher der Autorin lesen. Von mir gibt es 5 Flocken und eine klare Leseempfehlung.
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