Die Lebkuchen-Prinzessin von Romy Herold

Romy Herold Die Lebkuchen-Prinzessin

Entgegen sämtlicher Widerstände ihrer Zeit nimmt eine junge Lebkuchenbäckerin ihr Schicksal selbst in die Hand …

1864: Die Süße von Honig vereint mit dem würzigen Aroma des Orients – Lebkuchen haben auf die achtzehnjährige Elise schon immer einen besonderen Zauber ausgeübt. Als Tochter eines Nürnberger Lebküchners möchte sie unbedingt einmal die familieneigene Großbäckerei übernehmen und dort herrliche Lebkuchen-Kreationen herstellen. Doch dann droht Elises Traum zu zerplatzen: Ihr geliebter Vater verunglückt. Ihre Mutter wiederum ist überfordert mit der Leitung der Fabrik und flüchtet sich in die Arme eines Mannes, der das Unternehmen zu ruinieren droht. Elise sammelt all ihren Mut, um für das Erbe des Vaters und ihren Lebenstraum zu kämpfen. Dabei findet sie nicht nur zu ungeahnter Kraft und Kreativität, sondern erhält auch die Hilfe eines charmanten Mannes …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: katikatharinenhof

    Elises Kindheit ist von den schönsten Aromen und Gerüchen beeinflusst, denn als Tochter eines Lebkuchenbäckers ist sie mit dem Duft des wundervollen Gebäcks aufgewachsen. Für sie steht fest, dass sie einmal das Handwerk ihres Vaters weiterführen wird. Als dieser tödlich verunglückt, scheint dieser Traum ausgeträumt. Zwar hat er testamentarisch verfügt, dass sowohl seine Witwe als auch seine geliebte Tochter sein Erbe in seinem Gedenken weiterführen sollen, aber es gibt Neider und Widersacher, die nichts lieber sehen würden, als dass die Lebkuchenfabrik für immer die Pforten schließt... Schon mit dem Rezept für Elisenlebkuchen auf der Buchinnenseite beginnt eine wundervolle aromatische Reise, die mich sowohl vom historischen als auch genussvollen Hintergrund mehr als begeistert hat. Das Autoren-Duo entführt die Leser:innen mit den Düften von Zimt, Nelken, Mandel und Lebkuchen nach Nürnberg und lässt sie einen sehr fundierten Einblick in das Lebküchnerhandwerk erhaschen. Der Aufstieg vom kleinen Handwerksbetrieb zur großen Lebkuchenproduktion ist sehr anschaulich beschrieben und spiegelt sehr gut das Leben der mittleren und späten 1860er Jahre wieder. Standesdünkel, Denkweisen, sowie die Stellung der Frau in der Gesellschaft finden ihren Platz in der fiktiven Geschichte, die sich aber sehr stark an realen Begebenheiten orientiert und mit historisch belegten Fakten und Figuren bestückt wird. Elise ist eine sehr kluge junge Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und weiß, was sie will. Eine durchaus unübliche Lebensweise für die damalige Zeit, aber trotzdem glaubwürdig vermittelt. Ich mag sie, weil sie sich eben nicht in die Ecke drängen lässt und die Ellenbogen ausfährt. Mit Agathe steht ihr eine ebenso gute Freundin wie Verbündete an der Seite, die wissbegierig und für alles bereit ist und sich ebenso schnell in die Herzen der Lesenden schleicht. Der Roman liest sich, trotz der enormen Seitenanzahl, flüssig und bietet Romantik, Historisches und kleine Stolpersteine, die es aus dem Weg zu räumen gilt. Und hier setzt auch meine Kritik an: Widersacher und Widrigkeiten sind wirklich nur kleine Kiesel, die den ansonsten schnurgeraden Weg ein wenig ungemütliche machen. Aber ein Fingerschnippen genügt und schon herrscht wieder Friede in Nürnberg. Das ist mir ein bisschen zu viel des Guten und lässt manche Szenen im Buch ein wenig unglaubwürdig erscheinen. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Gegenwehr und Spannung wünscht, um nicht bei knapp 600 Seiten das Gefühl zu bekommen, dass alles nach dem ewig gleichen Schema abläuft. Empfehlen möchte ich dieses Buch allen, die historische Schmöker und Lebkuchen lieben, denn sie werden hier regelrecht mit beidem verwöhnt und können eine romantische Familiensaga in vollen Zügen genießen.