Diebe des Lichts von Philipp Blom

Philipp Blom Diebe des Lichts

Seit Sander als Junge 1572 in Flandern miterleben musste, wie sein Vater von den spanischen Besatzern ermordet wurde, ist er ein Getriebener. Ein Meister bildet ihn als Blumenmaler aus, und sein Bruder Hugo, der nach dem Tod seiner Eltern verstummt ist, mischt für ihn die Farben.

Doch Hugo ist ebenso jähzornig und unberechenbar wie sanft, und als er ein Gewaltverbrechen begeht, müssen er und Sander fliehen. Sie finden Anstellung in einem Atelier in Rom, erleben die Verschwendungen des Papstes, die Intrigen im Kardinalspalast von Neapel und beide auf ihre unterschiedliche Art die Freuden verbotener Liebe. Immer wieder entdeckt Sander einen Ausweg aus scheinbar aussichtslosen Abenteuern.

Ein großer Roman, der prägende Gestalten wie Giordano Bruno, Caravaggio und die großen Kleriker lebendig macht.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Nina

    Der Historische Roman,, Diebe des Lichts,, Der Historische Roman,, Diebe des Lichts,, geschrieben von Philipp Blom, am 11.10.2021 veröffentlicht vom Blessing Verlag, handelt von den zwei Brüdern Sander und Hugo im. 17.Jahrhundert, die nach einem schrecklichen Kindheitserlebnis alleine durch die Welt ziehen und schließlich in Italien ankommen. Sandro kümmert sich liebevoll um seinen Bruder und versucht, als aufstrebende Künstler sein Geld zu verdienen. Jedoch haben die beiden nicht sehr viel Glück, und so kommt es dass Sander vor eine Schwere Wahl gestellt wird. Sehr schön ist, dass das Buch sehr gut recherchiert wurde und so nicht nur der Zeit und dem Ort gut angepasst wurde. Man findet auch einige Berühmt Persönlichkeiten aus der Kunst wieder. Jedoch  bringen diese Persönlichkeiten teilweise den Handlungsstrang nicht voran und erfindungen wie das Mikroskop haben keine weitere Funktion für die Geschichte.  Jedoch hat eben diese ausschweifende Erzählung dafür gesorgt, das man sich wirklich mitten im Geschehen sieht und man so sehr mit den beiden Brüdern mitfühlen kann. Ich würde jedem historischen Romanliebhaber dieses Buch empfehlen, denn man kommt aus dem Lesens gar nicht mehr raus.
  • Von: charly2022

    Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzen Seite gefesselt und ein lebendiges Bild des Alltags der einfachen Menschen im Mittelalter hinterlassen. Sehr empfehlenswert.
  • Von: nil_liest

    Kleine Warnung vorab, denn dieser historische Roman ist brutal und beschreibt das Niedermetzeln des gemeinen Volkes nur zu eindringlich. Es ist erschütternd zu lesen, dass ohne Geld, Macht und Ansehen, dass eigene Leben ständig in Gefahr war. Daher die kleine Warnung, dass der Roman stellenweise bei mir Atemnot hervorbrachte, weil die menschlichen Grausamkeiten so genau beschrieben wird. Genauso startet der Roman im Jahr 1572 in dem eine Krähe einen brutalen Überfall spanischer Soldaten in Flandern auf einem Hof beobachten. Die beiden Söhne des Hofes, Sander und Hugo können sich in den Wäldern verstecken und überleben. Es ist die Zeit in der Fernando Alvarez de Toledo die Calvinisten niedermetzelte in Flandern, die sich gegen die katholische Kirche aufgelehnt hatten. Die beiden Brüder verschlägt es im Laufe des Romans nach Rom, den Sander hat eine Begabung. Er zeichnet und malt hervorragend Blumen, Gestecke, Stillleben. Er heuert bei einem berühmten Maler in dessen Werkstatt an und wird ein gefragter Maler. Hugo, der verstummte Bruder, weicht nicht von seiner Seite und wird sein Assistenz. Außerdem ist da noch die Tochter des Meisters: Chiara. Das Leben könnte etwas Glück für die beiden bereithalten, aber leider trifft es sie erneut und im zweiten Teil verschlägt es die beiden auf weniger schöne Art nach Neapel. Mittlerweile ist es 1601 und ihr neuer Herr ist ein spanischer Kardinal. Auch er durch Rücksichtslosigkeit, Gier und eigenem Vorteil getrieben. Philipp Blom hat ein extrem gut recherchiertes Buch geschrieben, ist er doch von Hause aus Historiker und präsentiert hier die Fakten außerordentlich gut. Auch besonders gut an diesem Roman ist die Würdigung des normalen Volkes und die klare Tatsache, dass man ohne Macht, ohne Geld und ohne jeglichen Schutz der Welt und dem Tod täglich ausgesetzt war durch Hunger, Krankheiten, Kriege und Angriffe. Dieser Kontrast ist hervorragend ausgearbeitet. Auch das Malereihandwerk wird vortrefflich beschrieben. Auf knapp 450 Seiten wird ein Bild vom damaligen Europa als fiktionale Geschichte gestrickt, die einem diese Epoche weit näherbringt als viele trockene historische Sachbücher. Durch die detaillierten Beschreibungen muss man aber ein Faible für historische Stoffe haben, wenn man zu diesem Roman greift.
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