Ein Ort für unsere Träume von Kristin Harmel

Kristin Harmel Ein Ort für unsere Träume

Eine große Liebe in Paris zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ...

New York 1939: Die junge Amerikanerin Ruby liebt das Leben und die Liebe. Als sie den Franzosen Marcel kennenlernt, ist es sofort um sie geschehen – überglücklich nimmt sie seinen Heiratsantrag an und zieht mit ihm nach Paris. Doch die Deutschen haben Frankreich besetzt, und die Lebensbedingungen sind schwierig. Auch Rubys Ehe verläuft kompliziert, denn Marcel scheint etwas vor ihr zu verbergen. Der einzige Halt für Ruby ist die Nachbarstochter Charlotte. Als Marcel den Krieg nicht überlebt, bricht für Ruby eine Welt zusammen. Bis eines Tages ein junger Mann vor ihrer Tür steht – eine Begegnung, die alles verändern wird ...

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: eulenmatz liest

    MEINUNG: Bisher war ich immer großer Fan von Kristin Harmel, aber die letzte Jahre habe ich ihre Bücher ein wenig schleifen lassen. Ein Ort für unsere Träume ist bereits 2018 erschienen.  Die Geschichte beginnt 1939 in New York. Ruby, ein junge Amerikanerin, die aus Kalifornien stammt, studiert in New York. Durch Zufall lernt sie den Pariser Marcel Benoit kennen und verliebt sich in ihn. Sie zieht mit ihm nach Paris. Zu dieser Zeit haben die Deutschen bereits Frankreich besetzt. Um die Ehe zwischen Ruby und Marcel ist es nicht gut bestellt. Es gibt immer wieder Auseinandersetzungen, da Marcel immer wieder verschwindet und auch sehr dünnhäutig ist. Ruby schließt Freundschaft mit der jüdischen Nachbarstochter Charlotte. Eines Tages erreicht Ruby die Nachricht, dass Marcel getötet worden ist. Doch Ruby findet in diesen Zeiten eine Aufgabe, die sie am Leben hält. Kristin Harmel hat eine große Faible für Paris und Geschichte, die dort zur Zeit des zweiten Weltkriegs spielen. Ihr erster Roman, Solange am Himmel Sterne stehen, spielt auch zu dieser Zeit, wenn auch die Geschichte etwas anders ist. Ein Ort für unsere Träume beginnt in der Gegenwart und endet auch dort, aber ansonsten spielt das Buch komplett zur Zeit des 2. Weltkriegs von 1939 bis 1944/45. Ich würde es daher auch als historischen Roman bezeichnen, auch wenn es das Cover nicht vermuten lässt. Es beginnt gemächlich, für mich irgendwann ein bisschen zu gemächlich. Natürlich kenne ich die Geschichten von Kristin Harmel und am Ende gibt es häufig ein großes Geheimnis, was gelüftet wird. Bis dahin ist die Geschichte ganz interessant, aber auch nichts, was nicht schon gelesen hat. Ruby schließt sich wie ihr Mann Marcel der Resistance Bewegung an. Ich habe hier Parellelen zu Kristin Hannahs Die Nachtigall gesehen. Man liest immer wieder im Wechsel aus der Sicht von Ruby, Charlotte und einem Piloten namens Thomas. Diese Kapitel beginnen recht früh und natürlich ist klar, dass Thomas wichtig für die Handlung ist, aber sein Fliegerleben fand ich leider nicht so spannend. Es gab auch viele technisches Infos, die ich recht schnell überlesen habe. Dennoch kann ich nicht sagen, dass mich die Geschichte am Ende nicht berührt hat. Diese emotionale Feuerwerk am Ende, was sich tief im Herzen festsetzt, dass kann Kristin Harmel einfach gut schreiben, nur der Weg dorthin war mir ein bisschen zu langatmig. Im Nachwort erfährt man auch, wie sie auf die Idee gekommen ist für Ruby. FAZIT: Ein Ort für unsere Träume ist eine Geschichte, die zur Zeit der deutschen Besetzung in Paris während des zweiten Weltkriegs spielt, Die Autorin hat reale Ereignisse hier fiktiv neu zusammen gesetzt. Sie greift ein Thema auf, welches schon in vielen Romane verarbeitet wurde, daher war es für mich kein neuer Stoff mehr. Der Weg zum sehr emotionalen Ende, hätte ein bisschen spannender und interessanter sein können. Ich bin dennoch gespannt auf die neueren Bücher der Autorin.
  • Von: Books and Family

    Man denkt, dass man über den Krieg schon viel weiß, dass einen nichts mehr erschüttern kann, hat man doch schon so viele Romane und Sachbücher gelesen, sowie Filme des dritten Reichs gesehen. Doch dann kommt Kristin Harmel mit dieser Geschichte um die Ecke und verändert einfach alles. Dabei lässt das Cover einen nicht vermuten, wie viel Tiefe, Gefühl und Trauer in diesem Roman steckt. Das alles wird überwogen von Liebe und die dazugehörige Hoffnung auf ein gutes Ende. Dies ist das, was mir am meisten gefallen hat: Es scheint alles aussichtslos zu sein und doch hofft Ruby darauf, dass der Krieg endet und sie den Ort aus ihren Träumen noch bereisen, an ihm leben kann. Ganz speziell die Entwicklung, die Ruby durchmacht hat mir sehr imponiert. Sie ist eine unfassbar starke Frau. Wie Kristin Harmel die Geschichte erzählt, finde ich ganz hervorragend. Sie beschreibt erst ihre Figuren, malt sie langsam aus, lässt sie den Leser ans Herz wachsen. Diese bilden die Säulen für ein wundervolles Kunstwerk: Die restliche Geschichte, die sich Stück für Stück zu einem großen Ganzen entwickelt, der einem den Atem rauben wird. An großen Emotionen mangelt es diesem Roman ebenso wenig wie an Spannung. Schon zu Beginn konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Auf den letzten hundert Seiten war ich mit der Geschichte letztendlich verwachsen: Ich konnte einfach nicht mehr aufhören, da der Spannungsbogen seinen Höhepunkt erreicht hatte und ich mich nicht mehr losreißen konnte. „Manchmal muss man an Dinge glauben, die man nicht sehen kann.“ Zitat aus: Ein Ort für unsere Träume Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass Charlotte und ihre Eltern natürlich einen schweren Stand hatten und dass dort auch noch etwas passierte, was mir den Hals zuschnürte. Kristin Harmel hat mir vor Augen geführt, wie schnell die Kinder im dritten Reich erwachsen geworden sind. Von kindlicher Naivität war weder bei Charlotte, noch bei den anderen Kindern, die den Schauplatz betreten, etwas zu bemerken. Mehr als einmal wurde ich niedergetrampelt von den Dingen, die das Mädchen sagte, weil man in so jungen Jahren nicht mit so einer, ja, Weisheit rechnet. Rubys Schicksal hat mich gleichermaßen beeindruckt wie erschüttert. Bei vielen Tatsachen habe ich die Luft angehalten, weil ich schlicht noch nie etwas davon gehört hatte. Umso tragischer war es für mich, diese Dinge zu lesen. Kristin Harmel hat außerordentlich gut für ihren Roman recherchiert. Dies merkt man nicht nur daran, dass sie in ihrem Nachwort darauf zu sprechen kommt, sondern auch daran, wie detailliert sie die Geschehnisse der 40er Jahre wiedergibt. Die Denkweise und die Emotionen der einzelnen Figuren bringt sie sehr authentisch rüber. Ich habe jedem Charakter sowohl ihre Handlungen, als auch ihre Gefühle abgenommen. Noch dazu drückt man als Leser die ganze Zeit die Daumen, dass ihnen bloß nichts geschehen wird. Sie sind nicht nur einfache Figuren aus einem fiktiven Roman, sondern sie werden zu Freunden in einer Zeit, die von Ungerechtigkeit, Machtgier, Verbrechen, ja dem Krieg überschattet wurde. Noch dazu ist dieser Roman nicht gänzlich fiktiv, sondern beinhaltet ein ganzes Stück Wahrheit, wenn es um die Vorgehensweise der Nazis und dem Verlauf des zweiten Weltkriegs geht. Ich kann meine Gefühle zu diesem Roman nicht in Worte fassen. Keine Ahnung, wann mich das letzte Mal eine Geschichte so zu Tränen gerührt hat. Fazit: „Ein Ort für unsere Träume“ berührt. Es geht zu Herzen und trifft einen tief. Trotz der ganzen Hoffnung, die auf jeder Seite noch über dem Damoklesschwert des Krieges und der Zerstörung schwebt, wird einem ganz schwer ums Herz. Kristin Harmel ist ein wirklich starker Roman gelungen, bei dem man genau merkt, wie gut sie dafür recherchiert hat und wie viel Herzblut sie in die Geschichte, insbesondere in die Figuren, gesteckt hat. © booksandfamily.de
  • Von: lenisvea

    Ich habe ja bisher alle Bücher der Autorin gelesen. Über uns der Himmel ist ja mit Abstand mein Lieblingsroman von Kristin Harmel und ein absolutes Jahreshighlight 2016 gewesen. Daher war natürlich klar, dass ich auch das neueste Buch bald lesen muss.  Der Einstieg in die Geschichte ist mir diesmal wirklich auf Anhieb gelungen. Im Prolog und im Epilog ging es um ein älteres Ehepaar. Der komplette Rest der Geschichte hat sich in der Kriegszeit abgespielt. Ich mochte die Hauptprotagonistin von Anfang an und war einfach total gefesselt von der Geschichte.  Die Amerikanerin Ruby hat keine leichten Jahre und ich habe sie durch die Zeit begleitet immer in der Hoffnung, dass es für sie irgendwann besser wird. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.  Es hat mich von der Thematik rund um die Fluchthilfe von amerikanischen und englischen Piloten während des 2. Weltkrieges ein wenig an Die Nachtigall von Kristin Hannah erinnert.  Die kleine Nachbarin von Ruby und ihre Familie und ihr Schicksal als Juden fand ich auch sehr berührend.  Alles in allem kann ich nur sagen, dass dies nun mein 2. Lieblingsbuch der Autorin ist. Ich kann hier eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Die Geschichte habe ich innerhalb von 24 Stunden zwischen den Feiertagen ausgelesen.  Von mir bekommt das Buch daher die vollen 5 Sterne und freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin.    
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