KaDeWe. Haus der Träume von Marie Lacrosse

Marie Lacrosse KaDeWe. Haus der Träume

Berlin, Anfang des 20 Jahrhunderts: Das Kaufhaus KaDeWe erstrahlt in Glanz und Luxus – eine Welt, die Judith Bergmann wohl vertraut ist. Denn die Tochter des KaDeWe-Justiziars soll Harry Jandorf heiraten, den einzigen Sohn des Kaufhausgründers. Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Rieke Krause hingegen ist von der Pracht des Kaufhauses schier überwältigt, als sie dort eine Stelle als Verkäuferin antritt. Schon bald verliebt sie sich in ihren Kollegen Hermann. Doch in den Wirren des Ersten Weltkriegs und der Nachkriegszeit werden die Lebenspläne von Judith und Rieke gewaltig durcheinandergewirbelt. Und auch das KaDeWe und sein Eigner Adolf Jandorf stehen vor großen Herausforderungen ….

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Tanni0106

    Die Autorin Marie Lacrosse ist bekannt für ihre historischen Familiensagen. Mit KaDeWe – Haus der Träume hat sie einen spannenden und ereignisreichen Roman rund um die Erfolgsgeschichte des Berliner Kaufhaus des Westens geschrieben, in welchem sie geschickt historische Fakten mit fiktiven Personen und Gegebenheiten verwoben hat. Ich war ein wenig in Sorge, dass dieses 720 Seiten starke Buch langatmig werden könnte, doch falsch gedacht. Ich hätte gut und gerne auch 1000 Seiten dieser ereignisreichen Geschichte gelesen. Wie schön, dass bereits Mitte Juni des kommenden Jahres die Fortsetzung erscheinen wird. Bin ich doch ganz gespannt, wie es mit einigen mir lieb gewonnenen Charakteren weiter geht und ob gewisse negative Charaktere doch noch einer Strafe zugeführt werden. Doch ich schweife ab. Die Aufteilung des Buches finde ich absolut gelungen. So gibt es 5 Abschnitte, zwischen derer immer ein Zeitabstand von einem halben bis zu eineinhalb Jahren liegt, insgesamt jedoch die Jahre 1914 bis 1926 umfasst. Die relativ langen Kapitel wurden in zahlreiche Unterkapitel mit der Angabe von Zeit und Ort des Geschehens unterteilt. Genau dies machte die Geschichte für mein Empfinden lebhaft und nachvollziehbar, da ich genau erfuhr, was teilweise parallel oder in kurzer Folge passierte. Schon im Prolog konnte mich Marie Lacrosse mit ihrer bildhaften Schreibweise begeistern. Auch ich machte große Augen und kam aus dem Staunen nicht heraus, als ich im Jahr 1907 mit der 10-jährigen Rieke, an der Hand ihrer Mutter, das glamouröse Kaufhaus in all seiner Pracht betrat. Dort begegnete sie nicht nur der gleichaltrigen Judith Bergmann, sie konnte sogar einen Blick auf den König von Siam erhaschen. Diese Begegnung hat bei ihr und mir Eindruck hinterlassen. Im Fokus des Geschehens rund um das KaDeWe stehen drei Familien. Da wäre zum einen natürlich die Familie des Eigners Adolf Jandorf, der trotz seiner hohen Stellung in der Gesellschaft ein gutes Herz hat und seinen Angestellten gegenüber ein gerechter Arbeitgeber ist. Ebenfalls von besserer Herkunft ist die Familie von Paul Bergmann, nicht nur ein langjähriger Freund von Adolf Jandorf ist, sondern auch als Justiziar des KaDeWe fungiert. Im Gegensatz dazu gibt es dann die aus der Arbeiterschicht stammende Familie Krause. Die Mutter Käthe ernährt mit ihrer Stelle als Leiterin der Putzkolonne mehr oder weniger die Familie, nachdem ihr Mann arbeitslos und dem Alkohol verfallen ist. Ihre Tochter Rieke hat es nicht leicht, sich als Angestellte des KaDeWe zu bewähren und muss in den Jahren einige Demütigungen hinnehmen. Marie Lacrosse beschreibt anschaulich und einfühlsam die Beeinträchtigungen und Entbehrungen während des ersten Weltkrieges. Not und Hunger sind gerade bei der ärmeren Bevölkerung ganz gravierend. Veranschaulicht wird dies durch das Leben der Familie Krause sowie die Beobachtungen von Judith Bergmann, die eine soziale Frauenschule besucht und ehrenamtlich in einer Kindertagesstätte im sogenannten Scheunenviertel aushilft. Immer wieder fand ich es auch erschreckend, mit welchem Eifer sich die jungen Männer damals freiwillig gemeldet haben. Schnell wurden sie eines Besseren belehrt und konnten froh sein, wenn sie einigermaßen unbeschadet aus dem Krieg zurückkehrten. Auch die hier im Vordergrund stehenden Familien mussten teilweise Verluste in Kauf nehmen. Die Nachkriegszeit mit der stetig steigenden Inflation war alles andere als rosig. Die Schilderungen der Autorin hierzu sind sehr anschaulich und gerade im Bezug auf die leidtragenden Kinder empathisch geschildert. Immer wieder fließen auch der beginnende Nationalsozialismus und die Verachtung des jüdischen Volkes mit ein. Ein Umstand, der auch immer mehr Einfluss auf die Protagonisten dieses Buches nimmt. Sämtliche Charaktere, sei es nun real oder erfunden, wurde bis ins kleinste Detail herausgearbeitet und harmonisch miteinander verbunden. Gedanken und Handlungen wurden nachvollziehbar und plausibel dargestellt. Vielen Dank Marie Lacrosse für den imposanten Auftakt, dem ich gerne 5 Sterne gebe und eine uneingeschränkte Leseempfehlung ausspreche. Mein Fazit: Eine perfekte Mischung aus historisch belegtem Zeitgeschehen, ausgeschmückt mit dem richtigen Maß an fiktiven Details. Die Geschichte des KaDeWe und der beteiligten Familien hat alles, was eine Saga für mich braucht: Spannung, Drama, Liebe, Hass und Erfolg.
  • Von: Seitenträumerin - Kathrin-Marie

    Kennt ihr das weltberühmte Berliner Kaufhaus KaDeWe? Seiner Geschichte widmet sich Autorin Marie Lacrosse fiktiv in ihrem neuen Roman „KaDeWe- Haus der Träume“, welcher im Verlag Goldmann erschienen ist. Ich hatte die Ehre und durfte anhand eines Rezensionsexemplars Band 1 der neuen Saga lesen. Und da an diesem Wochenende wieder ein Lesewochenende für mich anstand, habe ich meine Zeit genutzt und bin in die Welt des 20. Jahrhunderts eingetaucht. Vorweg ist es sicher interessant zu wissen, dass das Buch in zwei Handlungssträngen spielt. Der eine gehört der reichen Judith, deren Leben stark mit dem KaDeWe verknüpft ist. Ihr Vater arbeitet als Justiziar für das angesehene Kaufhaus und ihr Verlobter ist niemand geringeres als der Sohn des Gründers. Ihr Weg im Leben scheint zwischen Luxus und Glanz vorbestimmt zu sein. Dann geht es um Rieke, welche aus ärmlich en Verhältnissen stammt und deren Traum es immer schon war, einmal in den Hallen des Kaufhauses arbeiten zu dürfen. Und genau das passiert, sie erhält eine Stellung im KaDeWe. Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und die beiden Leben der Frauen stehen Kopf. Sie sehen sich inmitten der Irrungen und Wirrungen plötzlich ihren vollkommen zerstörten Leben entgegen gestellt. An dieser Stelle ein großes Lob an die Autorin. Ihre großartige Recherche lässt uns eintauchen in das KaDeWe, in die fiktive Welt und trotzdem ist alles sehr authentisch. Die Verhältnisse im ersten Weltkrieg werden passend erzählt, es wirkt alles sehr nah und mitreißend. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich sehr gut. 3,5/5 *
  • Von: Wortkosterin

    Der Roman „KaDeWe. Haus der Träume“ von Marie Lacrosse hat mir sehr gut gefallen. Es ist der Auftakt einer Trilogie rund um das Berliner „Kaufhaus des Westens“ (kurz KaDeWe), das 1907 eröffnet wurde und bis heute besteht (ich war übrigens schon mal dort, auch heute noch eindrucksvoll und so traditionsreich). Die Handlung spielt im Zeitraum 1914 bis 1926 und dreht sich um das KaDeWe und die Menschen, die das Geschick des Kaufhauses lenken. Der Roman fächert ein lebendige gesellschaftliches Panorama auf und zeigt eindringlich, welche Umbrüche der Erste Weltkrieg bringt, die Narben des Kriegs und die Aufbruchsstimmung der 1920er Jahre. Die Autorin verbindet in ihrem Roman auf raffinierte Weise das Leben der fiktiven Figuren mit den echten Personen dieser Zeit und den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen. Berlin als Schauplatz stand mir beim Lesen schillernd vor Augen. Die Autorin hat hervorragende Recherchearbeit geleistet und viele authentische historische Details aus dieser Ära in den Roman eingeflochten. Die Protagonistinnen Judith (Tochter des KaDeWe Justizars, soll den Sohn des Kaufhausgründers heiraten) und Rieke (Verkäuferin im KaDeWe, sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen) waren mir beim Lesen sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Ich bin gespannt, wie die Lebenswege sich in Band 2 weiterentwickeln werden. Der Stil der Autorin ist flüssig, ich fand den Roman sehr angenehm zu lesen. Das Figurenregister im Anhang fand ich sehr hilfreich. Fazit: Eine klare Empfehlung.
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