München von Robert Harris

Robert Harris München

Die Romanvorlage zum neuen Netflix-Politthriller

September 1938. In München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen? Können sie sich überhaupt gegenseitig trauen?

Ein Roman über Hochverrat und Unbestechlichkeit, über Loyalität und Vertrauensbruch. Und wie immer bei Robert Harris lassen sich über die historischen Figuren und Ereignisse erhellende Bezüge zur aktuellen Weltpolitik herstellen.

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Petra Radtke

    Der Autor nimmt uns mit in das historische Geschehen 1938 auf der Münchner Konferenz. Die beiden jungen Männer Hugh Legat aus Großbritannien und Paul von Hartmann aus Deutschland, welche sich von ihrem gemeinsamen Oxford Studium gut kennen, sind die Hauptgestalten in diesem Roman. Beide sind mit ihren Delegationen zur Konferenz gereist. Aber niemand darf deren wahren Ziele erfahren. Denn die jungen Männer wollen mit allen Mitteln einen Ausbruch des 2. Weltkrieges verhindern. Der Inhalt um die Münchner Konferenz ist sehr gut recherchiert. In München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Ziel des Treffens ist ein Abkommen über die friedliche Überlassung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich bei gleichzeitigem Verzicht des von Hitler gewollten Krieges unter Inkaufnahme des Verrats an den Tschechen. Die Politiker mit ihren Meinungen zum Abschluss des Vertrages sind sehr gut dargestellt. Dadurch erkennt der Leser sehr deutlich, wie es zu dieser Lüge kommen konnte. Der junge Offizier Paul von Hartmann, Mitglied der Widerstandsgruppe um General Hans Oster, kann trotz Vorlage eines streng geheimen Protokolls über Hitlers kriegerische Eroberungspläne den britischen Premier nicht überzeugen, gegen den scheinbar noch beeinflussbaren Diktator vorzugehen, zumal das Schicksal der Sudetendeutschen die Engländer nicht berührt. „Ich fürchte, Sie müssen noch einige Lektionen in politischer Realität lernen“, nimmt Chamberlain dem jungen Idealisten jegliche Illusion. Chamberlains Ziel war es Zeit für England zu bekommen, um seine Verteidigung aufzubauen. Er konnte den Krieg nicht verhindern. Mit diesem Roman sind spannende Lesestunden gewiss. Man ist als Leser mittendrin im Geschehen, ob im Münchner Führungsbau, bei den Verhandlungen oder den Versuchen der beiden jungen Männer, doch noch den Beginn des Krieges zu verhindern. Ein Buch, das heute wieder sehr aktuell ist. Es geht immer darum, alles zu versuchen einen Krieg zu verhindern.
  • Von: Roland Pollo

    Ich bin kein Buchhändler sondern ein privater Leser. Ich habe das Buch von Anfang bis Ende als sehr spannend empfunden. Historisch sehr gut aufbereitet. Es war in meinem Kurzurlaub ein Hochgenuss. Ich werde auch zukünftig mehr von diesem Autor lesen. Kann dieses Buch nur allen Lesern wärmstens empfehlen. Roland Pollo aus Innsbruck
  • Von: Birgit Pirker

    Dass Robert Harris ein Meister seines Fachs ist, müsste bei den Lesern von Kriminalromanen und Thrillern ja bereits weitgehend bekannt sein. In „München“ verarbeitet er die vergeblichen Bemühungen, Adolf Hitler von dem drohenden Krieg abzuhalten. Die Handlung erstreckt sich über die vier ereignisreichen Tage der Münchner Konferenz im September 1923. Wir begleiten unsere beiden Protagonisten Hugh Legat auf der britischen und Paul von Hartmann auf der deutschen Seite, welche sich von ihrem gemeinsamen Studium in Oxford kennen. Legat arbeitet als einer der Privatsekretäre des englischen Premierministers Neville Chamberlain, der die schwierige und angespannte Lage mit seiner Appeasement-Politik retten möchte. Aber auch im deutschen Lager bekommt der Führer Gegenwind: Von Hartmann hat sich einer Gruppe Aufständiger angeschlossen, die scharf gegen die machthungrige und unmenschliche Führung der Nationalsozialisten vorgehen möchten. Robert Harris liefert seinen Lesern auch in diesem Buch wieder gut recherchierte und sehr klar ausformulierte Schilderungen der politischen Lage der damaligen Zeit. Ich würde dieses Buch nicht als Thriller, sondern eher als Kriminalroman bzw. als Politkrimi einstufen, ist das Buch doch sehr ruhig und sachlich gehalten. Wer aber Interesse an den Vorgängen des 2. Weltkrieges zeigt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Der Roman ist klug konstruiert, spannend erzählt und besticht durch seine klare und schöne Sprache. Die Recherchen sind glaubwürdig, detailreich und zeugen von der Kenntnis des Autors. Auch Atmosphärisch ist er sehr dicht. Die Spannung wurde vielschichtig aufgebaut und hielt mich trotz der sachlichen Ruhe sehr gut in der Geschichte! Robert Harris gelingt es wie keinem Anderen, historische Ereignisse und Personen zum Leben zu erwecken! Der spätere Premierminister Churchill zieht mit seinem Kommentar ein sehr klares Resümee aus der Münchner Konferenz: „Sie (Neville Chamberlain) hatten die Wahl zwischen Krieg oder Schande. Sie haben die Schande gewählt und werden den Krieg bekommen!“
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