Talberg 1977 von Max Korn

Max Korn Talberg 1977

Schwarz ist der Wald, finster sind die Herzen

Maria lebt allein im Wald. Sie hat zwei Ehen hinter sich, ihr erste Gatte war ein Choleriker, der zweite ein Säufer. Beide sind lange tot. Die Leute aus dem Dorf halten sie für eine Hexe, der man besser aus dem Weg geht. Wenn jemand stirbt, gibt man der Hexe die Schuld. Doch niemand ahnt ihr wahres Geheimnis – und wie gerne der Tod ihr zur Hand geht.

Talberg ist ein kleiner abgelegener Ort am äußersten Rand der deutschen Provinz. Fernab der großen Zentren und im Schatten eines gewaltigen Berges gelegen, scheint sich hier über die Jahrzehnte hinweg das Böse immer wieder zu sammeln. Drei Romane spielen zu unterschiedlichen Zeiten in diesem Ort. Vier ortsansässige Familien bestimmen das Geschehen – wechselweise sind sie mal Opfer, mal Täter, mal Ermittler. Und natürlich sind alle Fälle miteinander verbunden …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Alex_die_Leseratte

    Auch im zweiten Teil der TALBERG-Reihe sind wir wieder in dem kleinen Walldorf. Und auch Jahre später, wird es nicht ruhiger in den beschaulichen Örtchen. Im zweiten Teil geht es um die alte Frau, Maria, die ganz alleine im Wald in einem alten Waldhaus lebt und von den Dorfbewohner als Hexe verpönt wird. Maria trägt viel Wissen und viele Geheimnisse in sich, doch Ihr größtes und gefährlichstes Geheimnis hütet Sie im Keller ihres Waldhauses, von dessen Existenz zum Glück niemand weiß! Ich fand den zweiten Teil der TALBERG-REIHE auch wieder sehr gut und konnte es kaum aus den Händen legen. Die Verstrickungen innerhalb der Dorfgemeinschaft und die Vergangenheit, lassen immer wieder neue Ereignisse geschehen und bringen neue Wendungen, so bleibt es durchgehend spannend!! Auch fand ich es toll, das alte Charaktere aus dem ersten Teil wieder zum Tragen kamen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und absolut verdiente 5+/⭐⭐⭐⭐⭐‼️😉👍🤗
  • Von: Ayda

    Talberg 1977 ist der 2. Band der Trilogie rundum das Dorf Talberg und die Menschen die dort leben. Ich denke, dass man die Bände durchaus auch für sich lesen kann, da die Geschichten doch eher für sich stehen. Jedoch gibt es immer wieder Verstrickungen zwischen den Protagonisten und auch so sollte man das Setting dieser düsteren Gemeinde doch am besten ab 1935 verfolgen, um auch die Familien in diesem Dorf kennen zu lernen. Auch der 2. Teil ist für mich ein Highlight, genauso wie der 1. Teil. Die Reihe ist wirklich ganz besonders und sollte mehr Beachtung finden. Es geht um Geheimnisse der Dorfgemeinschaft, mysteriöse Geschehnisse und Intrigen, sehr düster und dunkel. In diesem Band lernen wir die über 70 jährige Maria Leiner kennen, die alleine am Rande des Dorfes in einem Waldhaus lebt und auch so ihre Geheimnisse hat. Diese Frau ist somit unsere wichtigste Hauptprotagonistin in diesem Teil, die schon immer in Talberg lebst und auch schon immer als irgendwie "anders" wahrgenommen wurde. Die Talberger Gemeinde mag Maria nicht so gerne, da sie sie für eine Hexe halten und sie insgesamt eher seltsam finden. Maria erzählt uns quasi ihre Geschichte, vor allem ihre Vergangenheit und alles was ihr passiert ist und das ist teil nicht ganz ohne. Sie ist mir unheimlich ans Herz gewachsen und ich war voll gebannt von der Geschichte, die sie uns erzählt. Für mich ist diese Reihe einfach ganz toll, weil sie anders ist und vor allem wichtige Themen anspricht. Ich bin froh Talberg für mich entdeckt zu haben. Ich bedanke mich ganz herzlich für das Buch !!
  • Von: eschenbuch

    Inhalt: Talberg 1977. Maria lebt allein in einer Waldhütte, die sich abseits des Dorfes befindet. Die Menschen aus Talberg meiden Maria; sie gilt gemeinhin als Hexe. Ihr Alltag wird durchbrochen, als ein Wanderer an ihre Tür klopft und um Unterkunft bittet. Widerstrebend, weil er gutes Geld zahlt, sagt Maria zu. Doch am nächsten Morgen ist der Wanderer plötzlich verschwunden – als wäre er nie dagewesen. Zeitgleich erhält Maria Briefe von ihrer Tante – die allerdings schon seit Jahren tot ist. Maria beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln. Kann sie sich selbst noch vertrauen? Persönliche Meinung: „Talberg 1977“ ist ein Spannungsroman/Thriller von Max Korn. Es handelt sich um den zweiten Band der Talberg-Trilogie. Da die Handlungen der beiden Bände in sich abgeschlossen sind, kann man sie unabhängig voneinander lesen. Um in „Talberg 1977“ den Überblick über die familiären Verflechtungen der Figuren leichter behalten zu können, ist es aber sinnvoll, zunächst den ersten Band „Talberg 1935“ zu lesen. Erzählt wird der Roman aus mehreren personalen Erzählperspektiven. Die Hauptperspektiven sind dabei diejenigen der Figuren Maria und Josef. Diesen folgend ist das Buch in zwei Teile unterteilt: das „Buch Maria“ und das „Buch Josef“ (zu Josef werde ich im Folgenden nichts ausführen, da jede Information über ihn zu sehr spoilern würde). Im ersten Teil des Buches lernen wir das entbehrungsreiche und selten leichte Leben von Maria, einer Greisin, kennen. Spannend an diesem Teil ist, dass Maria stellenweise Erinnerungslücken zu besitzen scheint: Sie weiß bestimmte Dinge nicht 100%ig (oder verdrängt sie), sodass sie Züge einer unzuverlässigen Erzählfigur aufweist. Gleichzeitig beherbergt Maria mehrere Geheimnisse, die für zusätzliche Spannung sorgen. Insgesamt ist die Spannungskurve von „Talberg 1977“ höher als die des Vorgängers und Spannungselemente werden wohldosierter eingesetzt. Die Handlungszeit des Romans ist 1977. Vereinzelt finden sich aber auch Rückblicke in die Vergangenheit, die das Leben von Maria näher beleuchten. Eine dritte Perspektive, die über beide Teile hinweg eingenommen wird, ist diejenige Walter Göhrings, ein Kriminalinspektor, der das Verschwinden des Wanderers untersucht (in dieser Perspektive finden sich typische Krimielemente). Während seiner Ermittlungen stößt er bei der verschworenen Dorfgemeinschaft mehrmals auf Granit. Zwar hat sich die Dorfstruktur seit dem ersten Band verändert: Die Generation von 1935 ist weitgehend abgetreten, neue Geschäfte haben sich angesiedelt und das Dorf ist gewachsen. Ein Umstand ist allerdings gleichgeblieben: Personen und Dinge, die von außen in das Dorf kommen bzw. anders als das Gewohnte sind, werden abgelehnt. Schön an der Handlung von „Talberg 1977“ fand ich, dass auch einzelne Figuren aus „Talberg 1935“ zu Wort kommen und die Geschichte einzelner Protagonisten des ersten Bandes weitererzählt wird. Insgesamt ist „Talberg 1977“ eine gelungene Fortsetzung, die nicht bloß die Handlungsstruktur von „Talberg 1935“ aufwärmt, sondern einen eigenen, spannenden (Handlungs-)Weg geht.
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