Wie der Wind und das Meer von Lilli Beck

Lilli Beck Wie der Wind und das Meer

»Halt dein Gesicht in den Regen, jeder Tropfen ist ein Kuss von mir ...«

München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch Trümmer und Verwüstung. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht seiner Schwester verblüffend ähnlich. Um nicht allein zu bleiben und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass ihre Notlüge Jahre später ihr Verhängnis werden würde …

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Leserstimmen Das sagen andere LeserInnen

  • Von: Nicole Plath

    Nach einem Fliegerangriff auf München im April 1945 ist der elfjährige Paul auf sich alleine gestellt. Seine Familie hat den Angriff nicht überlebt. Da trifft er auf Sarah, die seiner Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht. Beide sind alleine und schließen einen Pakt. Sie geben sich als Geschwister aus. Diese Lüge funktioniert, doch wird sie ihr zukünftiges Leben für immer beeinflussen. „Wie der Wind und das Meer“ ist ein herzergreifender Roman, der zu Tränen rührt. Als Leser hofft man mit Paul und Sarah auf eine glückliche Zukunft. Durch viele Jahrzehnte begleitet der Leser die beiden Hauptfiguren und nimmt Anteil an Freud und Leid. Hochemotional mit vielen Wechselbädern der Gefühle fliegen die Seiten beim Lesen nur so dahin. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und haben mich emotional erreicht, ja sogar richtig mitgenommen. Die gesamte Geschichte ist wie ein Film im Kopf abgelaufen. Selbst nach dem Ende des sehr guten Romans kann man Paul, Sarah und ihre Erlebnisse nicht vergessen. Autorin Lilli Beck ist ein wundervoller Roman gelungen, der alles vereint, was für mich ein sehr gutes Buch ausmacht.
  • Von: Valerie

    „Höre den Amseln zu, wenn sie ihr Abendlied singen, sie erzählen von meiner Liebe zu dir.“ München, im Jahr 1945. Der elfjährige Paul und die neunjährige Sarah haben beide bei einem Fliegerangriff ihre Familie verloren. Bei der Suche nach der jeweiligen Familie finden sie einander. Da Sarah Pauls kleiner Schwester sehr ähnlich sieht, beschließen sie, sich von nun an als Geschwister auszugeben. Gemeinsam kämpfen sie sich durch die harte Zeit im Krieg und danach, durch Armut, das Kinderheim, und vieles mehr. Jahre später entwickeln die beiden mehr als nur geschwisterliche Gefühle füreinander. Doch ihre Liebe ist verboten. Sehr gut recherchiert und mit einem wunderschönen Schreibstil erzählt Lilli Beck eine Geschichte, die im 2. Weltkrieg beginnt, die Nachkriegszeit in München und Berlin einschliesst und schließlich während dem kalten Krieg endet. Zahlreiche historisch signifikante Ereignisse kommen im Buch vor, unter anderem der Wiederaufbau nach dem Krieg, das Leben in Überfluss nach der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse, der Erbau der Mauer und die HIV/AIDS Epidemie. Das Buch ist historisch sehr interessant. Die Auseinandersetzung mit ihrer Lüge und der verbotenen Liebe und deren Folgen, und auch Sarahs Auseinandersetzung damit, dass sie Jüdin ist und ihre wahre Identität mit niemandem teilen kann, sind sehr eindrücklich beschrieben. Die Erzählung ist traurig und schön zugleich. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Ein sehr gelungener Roman mit einigen wunderschönen Passagen.
  • Von: Tine_0111

    Die Autorin erzählt in diesem Roman eine wirklich große und faszinierende (Liebes-) Geschichte. Zusammen mit Paul und Sarah, die sich zum ersten Mal in den Trümmern Münchens 1945 begegnen, nimmt sie den Leser mit durch fast fünf Jahrzehnte. Dabei schafft sie es nicht nur den Spannungsbogen aufzubauen und durchweg oben zu halten, nein, sie bringt an passender Stelle Ereignisse aus fünf Jahrzehnten deutscher Geschichte mit ein. Diese setzt sie so geschickt, dass sie zu keinem Zeitpunkt stören oder von der eigentlichen Geschichte des Romans ablenken. Denn das Hauptthema bleibt bei Sarah und Paul und ihrer Liebe, die nicht sein darf... Mit ihrem bildhaften Schreibstil schafft es die Autorin, dass der Leser glaubt mitten im Geschehen zu sein. Unterstützend sind dabei auch die wirklich tollen Charaktere. Sarah und Paul habe ich gleich zu Beginn ins Herz geschlossen, aber selbst die Nebencharaktere sind so gut ausgearbeitet, dass jeder sympathisch ist. Und das nicht, weil es den Charakter der Figur widerspiegelt, sondern deren Authentizität. Und so fiebert man über die Jahrzehnte mit, leidet, lacht und weint mit den Charakteren kann sich am Ende der Geschichte nicht wirklich von ihnen trennen. Apropos Ende: Dieses war zwar nicht wirklich überraschend aber auch hier bleibt sich die Autorin treu und bleibt Authentisch. Ein wirklich toller Abschluss einer großartigen Geschichte. Dieses Buch wird mir im Herzen bleiben… Fazit: Große Gefühle, ummantelt von deutscher Geschichte aus fünf Jahrzehnten. Zu jeder Zeit bewegend und authentisch.
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